Zwei Wochen vor dem Stichtag für den 2006 Billabong XXL Global Big Wave Award, präsentiert von Monster Energy, haben eine Hand voll der weltbesten Surfer am 11. März 2006 die monströsen Wellen an der südlichen Spitze von Tasmanien bezwungen. Der Swell erreichte an jenem Tag bis zu fünf Meter, als sich der dreimalige Weltmeister Andy Irons, die ehemalige Nummer 2 der Weltrangliste, Joel Parkinson, der junge Australier Laurie Towner, Dylan Longbottom und Brendan Margieson in den legendären Break vor Shipsterns Bluff begaben, einen Righthander, nach dem riesigen Riff benannt, das sich vor dem Break aufbaut.
Nun werden die Bilder und Videos dieser Session auf jeden Fall für ordentlich Unruhe bei den derzeitigen Teilnehmern in den „Monster Tube“- und „Monster Paddle In“-Kategorien der Billabong XXL Awards sorgen. Bei diesen drei Events werden jährlich die besten Big Wave-Surfer gekrönt. Die meisten Teilnehmer kommen aus Ländern mit richtig dickem Swell wie Hawaii, Mexiko, Kalifornien und Tahiti. Doch nun, indem diese Session vor Tasmanien auf Video und Foto gebannt wurde, wird auch Australien fest bei der Kompetition repräsentiert werden …
Andy Irons, der sich gerade auf der ersten Etappe der Professional Tour in Australien befand, freute sich riesig, die Billabong Adventure Division Crew einen Tag zu begleiten, und zeigte wieder einmal seine Skills, als er mit vollendeter Leichtigkeit die Monsterwellen bezwang. Die Billabong Adventure Division wurde von
Brendan Margieson ins Leben gerufen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, große Wellen in Australien zu finden und zu surfen. Selbst Andy Irons, der im letzten Jahr heftige Sessions auf Hawaii und Teahupoo hatte, nennt Shipsterns „die Mutter aller bösen Wellen“. Der 19-jährige Towner setzte dem Ganzen allerdings noch die Krone auf, als er die bisher größte Welle in Shipsterns und gleichzeitig seine allererste Welle an diesem Spot ohne „Personal Water Craf Assistence“, also ohne Jet-Ski, anpaddelte und gekonnt abritt. Irons, der ihn dabei beobachtete, sagte hinterher, dass die Welle mindestens fünf Meter hoch war und man bequem einen Doppeldecker durch die Mitte hätte fahren können. Dieser Ride brachte dem Jungen eine Nominierung neben den besten Big Wave-Surfern der Welt für die „Billabong XXL Monster Paddle In“-Kategorie, dotiert mit 10.000 US-Dollar.
Es war für Towner ein absolutes Highlight seiner jungen Karriere, neben den Helden seiner Kindheit, Irons, Parkinson und Longbottom, zu surfen. Derzeit wird Towner als einer der heißesten Kandidaten gehandelt, der in den kommenden Jahren von den Australian Junior Ranks emporsteigen wird. Derzeit belegt er bei der ASP Australian Junior Serie Platz 4. Seine jungfräuliche Shipsterns Session wird er in jedem Fall nicht so schnell vergessen.
Auch Parkinson, der bereits zum zweiten Mal an diesem Break surfte und nur eine Woche zuvor Tow-ins in gewaltigen Wellen an der Gold Coast riskiert hatte, bewertete den Spot als einen der schwersten Australiens. Parkinson erlitt während der Session den schlimmsten Wipe-out des Tages, als eine Zwölf-Fuß-Welle mit den Ausmaßen eines fünfstöckigen Gebäudes close out über ihm zusammenstürzte und ihn Richtung Felsen mitriss. Nachdem sich der 24-Jährige jedoch von dieser Tracht Prügel erholt hatte, punktete er noch durch einen einzigartigen Tube-Ride in einer der größten Barrels des Tages.
Für den Australier Longbottom war es eine fast identische Session im Vergleich zu seinem Barrel-Ritt von vor zwölf Monaten, als er den Billabong Monster Tube Ride Award für sich entschied. Damals war er der einzige Australier in diesem Contest. Der Surfer und Shaper hat sich im letzten Jahr einen guten Ruf gemacht und ist mit der Billabong Adventure Division zu den verrücktesten Spots in Australien gereist. Mit den Fotos, die in der diesjährigen Session geschossen wurden und noch von der XXL-Jury ausgewertet werden, hat Longbottom gute Chancen, auch in diesem Jahr den heiß begehrten Preis von 5.000 US-Dollar zu gewinnen.
Der Kalifornier Brad Gerlach aus San Diego hat den Billabong XXL Global Big Wave Award für sich entschieden, als er bei Todos Santos Island, in der Nähe von Endenada in Mexiko, eine spektakuläre 68-Fuß-Welle abritt. Für diesen Ritt erhielt die charismatische Frohnatur einen Scheck über 68.000 US-Dollar – 1.000 US-Dollar pro Fuß. „Als ich diese Welle bekam, hatte ich noch gar nicht richtig realisiert, wie groß sie eigentlich war“, sagte Gerlach. „Der Swell wurde im Laufe des Tages immer größer und für mich sollte das die letzte Welle des Tages werden, also hoffte ich einfach nur, dass ich überhaupt eine bekommen würde. Als ich aus der Welle kam, drehten alle völlig durch … Man weiß eben nicht, wie groß die Welle wirklich ist, wenn man in ihr ist. Ich habe schon oft Todos Santos gesurft, aber jener Tag war der beste, den ich dort jemals erlebt habe.“
Der Monster Paddle Award für die größte, eigenständig angepaddelte Welle ging an den Chilenen Diego Medina aus Bellavista. Er hatte südlich von Santiago in Chile, am Punta Lobos Point in Pichilemu, eine riesige Welle erwischt und erhielt dafür einen Scheck über 10.000 US-Dollar.
Den Monster Tube Award erhielt Shane Dorian, der in Teahupoo eine gigantische Tube backside absurfte.
Über 2.000 VIPs und die, die es gerne wären, hatten Gerlach bei der Übergabe des Billabong XXL Awards geehrt. Die Siegerehrung fand im Grove Theater in Anaheim, Kalifornien, statt.
Mehr Bilder und Infos bekommst du unter www.billabongxxl.com




