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Rip Curl Himalaya Search presented by Sprite

{GALERIE} Dan WarbrickEisige Kälte und ein Wind, der durch jede Pore der Goretex-Bekleidung zu ziehen scheint. Der Wind zerrt an der Kleidung, treibt den Schnee ins dicht vermummte Gesicht. Bei minus 40 Grad frieren die Augenbrauen ein, die Wimpern und die kleinen Härchen auf dem Gesicht. Jede Grimasse, jedes Wort, das man formulieren möchte, sind mit großer Anstrengung verbunden. {GALERIE} Dan WarbrickNoch zwanzig Meter bis zum sicheren Ziel. Aber die Schritte sind schwer. Jeder Schritt tut in der Lunge weh. Das Atmen auf 5000 Meter Höhe ist eine Herausforderung für sich …

Dieses Szenario stammt nicht aus einem Reinhold-Messner-Buch, sondern blüht den Teilnehmern von Rip Curls {GALERIE} Dan Warbricknächstem „the Search”-Projekt: der Rip Curl Himalaya Search presented by Sprite. Denn das Rip-Curl-Team plant für Februar 2007 die Wiederholung einer außergewöhnlichen Aktion. Vier internationale Teamrider werden den höchsten Kicker der Welt im Schnee bauen. Und das nirgends sonst als im Himalaya, dem höchsten Gebirge der Welt. {GALERIE} Dan WarbrickWenn sie ihre Aufgabe unter diesen Extrembedingungen, die schon so manchen erfahrenen Bergsteiger zum Abstieg gezwungen haben, schaffen, winkt ihnen sogar noch eine ganz besondere Auszeichnung: der Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde! Die vier Rider sind keine unerfahrenen Hasen im Ski- und Snowboardzirkus. Baptiste {GALERIE} Dan WarbrickCollomb-Patton aus Frankreich, Andy Finch aus den USA, Chris Booth aus Australien und Per Loken aus Norwegen werden sich am 10. Februar gemeinsam von ihrem Basecamp in Nepal auf die 16-tägige Expedition machen. Unter klimatisch anstrengenden Bedingungen werden sie versuchen, in einer Landschaft, die ebenso unfreundlich wie karg ist, ihren Weg zum Mount Everest {GALERIE} Rip CurlBasecamp zu erkämpfen. Dort oben wehen mitunter Winde von bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Die Temperaturen sinken auf bis zu minus 60 Grad Celsius. Diese brutalen Konditionen haben dem Mount Everest den Spitznamen „Der dritte Pol” eingehandelt. Um nicht an der gefährlichen Höhenkrankheit zu erkranken, müssen sich die vier Jungs mindestens fünf Tage akklimatisieren, nachdem sie mit dem Flugzeug in Jomson auf 2800 Meter Höhe angekommen sind.

Danach beginnt der Aufstieg von Jomson nach Kagbeni, was auf 2800 Metern liegt. Es folgt Muktinath auf 3750 Metern, dann kommt das härteste Stück über das Thorong Valley auf über 5415 Meter Höhe. Ab hier fangen die ersten Symptome der Höhenkrankheit an – der Körper muss einfach härter arbeiten. Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Kurzatmigkeit und Gleichgewichtsschwierigkeiten sind der Zoll, den die vier Jungs für ihr Abenteuer zahlen müssen. Wenn sich alle an diese Extrembedingungen gewöhnt haben und sich fit fühlen, nimmt sie ein Helikopter an Bord und bringt sie ins westliche Gebiet der Annapurnaregion. Im Angesicht des Mount Everests und des Annapurnas werden sie dann den höchsten Kicker der Welt bauen. Wenn dieser fertig gestellt ist, beginnt der Spaß und die Jungs machen von ihrem selbst gebauten Kicker die spektakulärsten Moves – in 5000 Meter Höhe! Begleitet werden die Extremsportler bei diesem unvergleichlichen Abenteuer von einem Team aus Bergführern und Everest-Aufstiegsspezialisten.

Infokästen:

Höhenkrankheit:

Mit dem Abnehmen des Luftdrucks bei steigender Höhe nimmt auch der Sauerstoff pro Kubikmeter Atemluft ab. Dadurch nimmt zunächst die Sauerstoffaufnahme in der Lunge ab und es tritt eine Sauerstoffunterversorgung ein, da die körpereigene Atemregelung sich vor allem nach dem Kohlendioxidgehalt des Blutes richtet, dessen Gehalt im Blut bei abnehmendem Luftdruck nicht steigt. Bemerkt man beim Bergaufstieg akute Symptome der Höhenkrankheit, sollte man den Abstieg beginnen, in schweren Fällen sich evakuieren lassen, da sich die Symptome auch beim Verweilen auf gleicher Höhe meist noch verstärken und im Extremfall zum Tod führen können.

Die Rider

Baptiste Collomb – Patton (Frankreich)

Baptiste kommt aus Clusaz in Frankreich und ist ein ganz unkonventioneller Zeitgenosse. Regeln und Training interessieren ihn meist einen feuchten Kehricht. Sein Können liegt eindeutig im Aerial Freestyle, mit dem er bereits das Taiwan Big Air Camp 2005 gewonnen hat. Dieser Kollege ist ohne Zweifel bereit für das Abenteuer Himalaya!

Andy Finch (USA)

Seine 85 Kilo verteilt auf 1 Meter 70 haben Andy den Spitznamen „the Pitbull” eingebracht. Andy ist international einer der besten Freestyler und hat im vergangenen Jahr die European Open in Laax gewonnen. Beim Arctic Challenge hat Andy, ebenfalls im vergangenen Jahr, die höchste Punktzahl für den fettesten Airtrick erhalten. Bei den Olympischen Winterspielen in Turin endete er auf Rang 12. Hinter diesem Pitbull-Image steht ein sensibler Geigespieler und erfahrener Surfer!

Chris Booth (Australien)

Mit 13 Jahren war Chris Booth beim Freeskiing Championship in Whistler, Kanada, völlig unbekannt. Vier Tage später hatte sich das schlagartig geändert. Jetzt gehört Booth zur Weltelite der Freeskier und nimmt an Top-Events in der ganzen Welt teil. Er ist definitiv einer der besten Fahrer aus Australien, der die Welt nach den besten Freeride-Plätzen absucht – im Himalaya sollte es ihm also gefallen.

Per Loken (Norwegen)

Dass Skandinavien die besten Freestyler produziert, ist kein Geheimnis. Dieser norwegische Boarder fährt auf allem, was ihm in den Weg kommt: Parks, Pipes, Rails, Bäumen, Tischen, Gehwegen, Autos, Flüssen … Er macht das Ganze aus Spaß und nicht, weil er sich mit anderen messen möchte.

{GALERIE} Dan WarbrickDas Free-Magazin hatte die Gelegenheit, Andy Finch in München zu treffen und ihm ein paar Fragen zu stellen.

FM : Erzähl doch mal, wer du eigentlich bist?!
AF : Mein Name ist Andy Finch und ich komme aus Truckee in Kalifornien. Ich bin 25 Jahre alt und habe diesen Sommer geheiratet! Seit vier {GALERIE} Fekix St. Clair-RenardJahren bin ich Teamrider bei Rip Curl. Eigentlich versuche ich, die gesamte TTR-Tour mitzufahren – letztes Jahr wurde ich sogar Fünfter! Mein größtes Ziel war jedoch im letzten Jahr die Qualifikation für die Olympischen Spiele und ich musste dafür große Opfer bringen. Ich konnte kaum Photoshootings machen und hatte auch keine Zeit für richtige Videodrehs. Ende vom Lied – ich schaffte die Qualifikation und war Teil des US-Teams in der Halfpipe. Dummerweise brach ich mir beim Training das Handgelenk. Mit fetten Schmerzen wurde ich insgesamt immerhin noch Zwölfter. Mein Ziel für diese Saison? So viele Photo- und Videoshootings mitzunehmen, wie es nur irgend geht!

FM: Ihr habt letztes Jahr auch schon so einen crazy Trip mit Rip Curl gemacht. Die Photos dazu haben wir im Free abgedruckt. Wie war das?
AF: Letztes Jahr hat Rip Curl einige Teamfahrer für ein Photoshooting nach Neuseeland einfliegen lassen. Das waren Per Loken, Chris Coulter und ein paar andere Typen. Die Idee war es, ein Stück von Neuseeland zu erkunden und Gebiete zu befahren, wo vorher noch keiner war. Uns standen ein Flugzeug und ein Heli zur Verfügung und wir mussten uns nur auf die Hänge konzentrieren. Das hat wirklich geschockt und wir haben uns da unten geile Kicker gebaut!

FM: Wenn ihr jetzt ins Himalaya-Gebirge fahrt, wollt ihr so etwas Ähnliches machen wie in Neuseeland, nur dass die Region eben viel höher und gefährlicher ist.
AF: So ist das! Als die Jungs von Rip uns das zum ersten Mal vorschlugen, waren wir alle begeistert! An diese Location hatte ich im Traum noch nicht gedacht. Mein zweiter Gedanke war, dass ich gehört hatte, es gehe da drüben schon ein bisschen mehr zur Sache als in anderen Gebirgen. Meine dritte Sorge galt den Schneebedingungen in diesen Höhenlagen. Die Suche nach den besten Terrains wird in unseren und den Händen unsere Guides liegen. Ich habe schon viele Fotos angeschaut und weiß, dass es dort eine Menge unberührter Hänge geben wird, wo man unglaubliche Kicker bauen kann! Hauptsache Powder – der Rest wird sowieso legendär!

FM: Wie bereitest du dich auf einen solchen Trip vor?
AF: Ich sollte auf jeden Fall wenig Zeit auf Meeresspiegel-Ebene verbringen und stattdessen in die Skiresorts fahren, also in gewisse Höhenlagen. Das gesamte Team wird sich einige Tage ein Camp auf dem Tignes Gletscher aufbauen, um sich dort an die Höhe von 3500 Metern zu gewöhnen. Ich denke, wir sind dort drei Tage und Nächte. Danach fahren wir nach Chamonix und verbringen ein paar Tage auf der Aiguille du Midi Lift Station – die liegt auf 3900 Meter Höhe. Da war ich übrigens auch noch nicht. Wird bestimmt cool. Das höchste Skigebiet, was ich bisher besucht habe, war in Colorado auf 4000 Metern. Wir werden euch auf dem Laufenden halten!

Free-Magazin Ausgabe 29 | Text Andy Finch

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