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Red Bull “King of the Air”

{GALERIE} kingofthe_01.jpgEin Jahr in acht Minuten: Über das ganze Jahr hinweg fanden rund um den Globus insgesamt sechzehn „Fly To Red Bull King of the Air“-Qualifikationsevents statt. Ziel dieser Events war es, die besten Kiter der Welt zu ermitteln, und sie zum spektakulären Showdown auf Maui gegeneinander antreten zu lassen. Die jeweiligen Gewinner eines Qualifikationscontests wurden mit einem Ticket nach Hawaii belohnt, so auch die beiden Triumphatoren des deutschen Quali-Events, dem Soulwave in Klitte (auch wenn das Dörfchen noch nicht deutsch ist …). Henning Nockel und Claudia Hess standen in Dänemark ganz oben auf dem Treppchen. Knapp 30 Stunden nach ihrer Siegerehrung war bereits das Skippermeeting beim King of the Air – auf Maui, auf der anderen Seite der Welt. Die beiden konnten sich also nicht lange mit Kofferpacken aufhalten. In Hookipa angekommen, hatten sie auch keine Zeit sich großartig zu akklimatisieren, den Jetlag zu überwinden oder sich nach den Strapazen des langen Fluges erstmal zu entspannen und richtig anzukommen. Schon kurz nach der Landung mussten beide für ihre ersten Heats aufs Wasser. Sicherlich ein Grund für das frühe Ausscheiden von Claudia in den Trials. Henning schaffte es zwar auch nicht ins Finale, konnte sich aber über ein fettes Lob von Jason Furness (dem Trainer von PKRA-Champion Aaron Hadlow) freuen. Als Henning nach seinem Heat vom Wasser kam, klopfte ihm Jason auf die Schulter und sagte: „Dude, you were ripping out there!“ Wow, toll, einmalig!Bei den Frauen ist die alte Siegerin die neue Siegerin. Die in der Dominikanischen Republik lebende Deutsche Susi Mai setzte sich knapp gegen ihre auf Maui lebende Konkurrentin Yuri Drexler durch. Obwohl Yuri eine der wenigen Frauen ist, die einen Handlepass beherrscht und diesen Trick auch im Finale zeigte, überzeugte Susi die Judges mit ihren eleganten Moves und ihrer großen Erfahrung. „Dieses Jahr habe ich viel mehr Druck gefühlt als letztes Mal“, so die Queen of the Air 2004 und 2003. „Letztes Jahr kannte mich niemand, ich war ein Underdog. Dieses Jahr lagen hohe Erwartungen auf mir. Es war hart. Yuri kitet so gut, sie hätte mich jederzeit schlagen können.“ Aha.

{GALERIE} kingofthe_02.jpgBei den Männern gab es eine große Überraschung! In den achtminütigen Heats kitete ein kleiner Steppke aus der Südsee souverän ins Finale. Auch hier litt der Dreikäsehoch nicht an mangelndem Selbstbewusstsein und er besiegte sensationell die etablierten Kitesurfer! Mit zwölf Meter hohen Sprüngen, stylischen Rotationen und technisch anspruchsvollen Handlepasses setzte sich der erst 17-jährige Tuterai Montaron im Finale gegen die alten Hasen durch. Während und nach seinen Heats tobte die Menschenmasse am Hookipa Beach Park vor Begeisterung. Tuterai war ohne Zweifel der Publikumsliebling des King of the Air!

Tuterai Montaron kommt sozusagen aus dem Nichts in die Kiteboard-Szene. Er feierte sein Debüt beim Red Bull King of the Air und ist der bisher jüngste Sieger dieses Wettbewerbs. Obwohl Kiteboarding in Bora Bora ein relativ neuer Sport ist, haben Montaron und seine ganze Familie – Mutter und Vater kiten auch – den Sport mit unglaublicher Begeisterung aufgenommen. „Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg“, freute sich Montaron. „Dank an meine Familie!“

{GALERIE} kingofthe_03.jpgUnter den 32 Männern und acht Frauen, die in die Finalrunden des Contests einzogen, war eine weitere Deutsche, die ihre Teilnahme nicht über einen Quali-Event „gewann“. Kristin Boese überzeugte wie gewohnt mit spektakulärer Action und konstanten Leistungen. Sie schaffte es auf einen hervorragenden vierten Platz und konnte sogar die Hang-Time-Wertung der Frauen für sich entscheiden.

Hang Time Sieger Männer - Damien Leroy (USA) – 6,65 Sekunden - $1,750

Hang Time Siegerin Frauen - Kristin Boese – 5,25 Sekunden - $500

Freestyle Männer
1. Tuterai Montaron (Bora Bora) - $4,500
2. Antoine Jaubert (Frankreich/Dominikanische Republik) - $3,000
3. Charles Deleau (Frankreich) - $1,700
4. Aaron Hadlow (Großbritannien) - $1,100
5. Luciano Gonzales (Dominikanische Republik) - $750
5. Damien Leroy (USA) - $750
7. Mark Doyle (USA) - $400 7. Sky Solbach (USA) - $400

Freestyle Frauen
1. Susi Mai (Detuschland/Dominikanische Republik) - $1,750
2. Yuri Drexler (Japan/Hawaii) - $900
3. Julie Simsar (Frankreich/ Dominikanische Republik) - $600
4. Kristin Boese (Deutschland) - $450
5. Sandrine Mauiner (Frankreich) - $150
5. Rebecca Wolthers - $150

Free-Magazin Ausgabe 17

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