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Meeting a star (Robby vs. Ole)

{GALERIE} meetingrobbie_1.jpgDass man bei Fernsehleuten immer ein bisschen vorsichtig sein muss, war mir schon immer klar. Was ein verdecktes Casting ist, wusste ich leider bis vor kurzem noch nicht. In der Hoffnung, meinem Bruder Ole einen großen Wunsch erfüllen zu können, hatte ich mich an eine Casting-Agentur gewand, ohne zu wissen, dass die letztendlich gesendete Show „Für Dich tu ich alles“ heißen würde und montagabends um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird. Selbstverständlich musste ich etwas für Oles Traum tun – damit konfrontierte mich der Moderator der Show, Sebastian Deyle, dann überraschenderweise eines Tages bei mir zu Hause. Einige Wochen später flog ich dann in die Schweiz, um mit einer Kopflampe bewaffnet durch eine Kilometer lange Höhle zu klettern, in der ich mich auch noch das ein oder andere Mal abseilen durfte. Dass mir das mehr als alles andere auf der Welt Angst machen würde, hatte ich leider in einem Vorgespräch über meine Phobien selber zugegeben. Doch so dramatisch wie es dann später im Fernsehen zu sehen war, war es dann doch nicht. Nachdem ich es schließlich nach einer Stunde Kletterei durch enge Felsspalten und glibbschige Steine bis in die so genannte Teufelsgrotte geschafft hatte, wurden mein Bruder und ich nach Köln eingeladen. Der Stimmungsmacher hatte bereits sein Bestes getan, um die gelangweilten Zuschauer anzuheizen. Dann ging die Sendung los. Und meine Güte war mein Bruder überrascht, als der Moderator ihn mit den Worten ansprach: „Hi Ole, kennst du mich nicht mehr? Wir haben doch mal während der Kieler Woche zusammen gesoffen!“ In diesem Moment war Ole dann aber wirklich überrascht. Kieler Woche bedeutet für ihn Ausnahmezustand und Saufen ohne Reue. Und ohne Erinnerung. Konnte es also wirklich sein, dass er mit dem Moderator schon mal einen gehoben hatte?! In diesem Moment entschloss er sich, in Zukunft nach den neun Tagen der größten „Segel“-Veranstaltung der Welt nicht mehr sein Gehirn zu resetten. Ole und ich wurden auf die Bühne geholt und nach einigen gestellten Umarmungen und Kommentaren, warum Robby der Größte sei, hatten wir es dann hinter uns. Ole durfte mit Robby Naish zusammen Windsurfen gehen.Wir wachten von einem ungewöhnlichen Geräusch auf und das waren weder jaulende Wüstenhunde noch nervige Grillen, die man in Ägypten eigentlich gewohnt ist, nein, es war tatsächlich {GALERIE} meetingrobbie_2.jpgWind! Nach einem kurzen Katerfrühstück trafen wir ihn dann endlich. Wir sagten Robby unser tausendmal geübtes „Hi, nice to meet you!“ und er antwortete auf Deutsch: „Ich freue mich auch!“. Einige Aufnahmen fürs Fernsehen noch am Strand und schon waren Robby und Ole am Horizont verschwunden. OK, zugegeben: Ole war noch etwas länger zu sehen. Aber selbst der Kameramann und ich kamen mit dem Motorboot kaum hinterher. Nach einer halben Stunde Bootfahrt über Korallen und türkises Wasser traf ich die beiden in einer einsamen Bucht beim Tricksen wieder. Sie fuhren Rennen, sprangen und ritten die Wellen von dem Motorboot ab. Nach einigen Stunden schienen die beiden nicht mehr zu können und kamen ans Land, doch Robby wollte nur seinen Kite aus dem Boot holen, um zu zeigen, dass er nicht nur surfen kann. Bei konstant starkem Wind konnten wir Sprünge beobachten, die er wohl vorher beim Flugamt anmelden musste. Das war das Beeindruckenste, was ich je gesehen habe. Leider kam ich vor lauter Staunen nicht dazu, es zu fotografieren. Am Abend ließen sich Ole und Robby sichtlich erschöpft in den Sandstrand fallen. Und um den Tag für Ole noch zu toppen, schenkte Robby ihm seine komplette Windsurfausrüstung, die er tagsüber gefahren war. Obwohl Ole ziemlich kaputt war, trafen wir uns alle abends an der Allinklusive-Bar wieder. Zwei Bier später war sein {GALERIE} meetingrobbie_3.jpgAkku wieder voll. Beim Abendessen am gemeinsamen Zehn-Mann-Tisch mit vielen anderen Robby-Fans und noch viel mehr Surfgeschichten später, sinnierten wir darüber, ob wir wohl diejenigen seien, die am häufigstens am Zapfhahn stehen. Zu späterer Stunde verabschiedeten wir uns dann schließlich von dem nun auch nicht mehr ganz nüchternen Robby, da er am nächsten Morgen schon sehr früh fliegen musste. Unser schottischer Kameramann Neil und Ole stiegen in den folgenden vier Tagen auf Sambuca um und verbrachten die Nächte im Nightclub. Über die frühmorgendlichen Touren durch unseren Robinson Club schweigen wir an dieser Stelle lieber, da der ohnehin von uns etwas angenervte Clubmanager nicht alles wissen muss … Zurück bleibt das Gefühl, mit dem größten Windsurfer aller Zeiten einige Stunden gemeinsam auf dem Wasser verbracht zu haben. Vielen Dank Robby!!!

Free-Magazin Ausgabe 17

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