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Kolumne

Auch wenn du es nicht lesen magst: Die Wassersportsaison neigt sich in Deutschland seinem Ende zu. Die Tage werden kürzer, das Wasser wird kälter und die Motivation, mit Haube, Schuhen und heißem Tee bewaffnet zum Wasser zu fahren mit zunehmendem Alter nicht größer. Aber 2005 war ein gutes Jahr für unsere Sportarten, auch wenn sich das noch nicht so recht in den Verkaufszahlen der Brands ausdrücken will.
Vor allem veranstaltungstechnisch war uns der Wettergott 2005 gut gesonnen. Die Kitesurf-Trophy (www.kitesurf-trophy.de) hatte auf allen fünf Tourstopps gute Bedingungen und kürte Ende August ihren Deutschen Meister in St. Peter-Ording. Auch die Serie des Deutschen Windsurfcups (www.windsurfcup.de) fand nach sechs Veranstaltungen ihren Höhepunkt in den Deutschen Meisterschaften auf Sylt Ende Juli. Die Veranstalter beider Serien legten organisatorisch zum Ende der jeweiligen Saison echte Glanzleistungen hin. Wir waren auf beiden Veranstaltungen präsent und wirklich begeistert, wie man auch im vergangenen Free-Magazin nachlesen kann.
Es gibt allerdings einen gravierenden Unterschied zwischen den Veranstaltungen der beiden Sportarten: die Altersstruktur seiner Teilnehmer. Am deutlichsten wird das durch die beiden neuen Deutschen Meister dokumentiert. Bernd Flessner (36), der Serienheld der Windsurfer, holte mittlerweile seinen zehnten nationalen Titel. Ihn trennen von Silvester Ruckdäschel (17), der sich bei den Kitern nun Deutscher Meister nennen darf, ganze 19 Jahre!
Es ist aber nicht nur das Alter der beiden vermeidlich Besten ihrer Sportarten, das einen Unterschied zwischen den beiden Sportarten verdeutlicht. Auch das restliche Fahrerfeld bei den Windsurfern hat die beste Zeit ihres Lebens hinter sich (mich eingeschlossen!), wohingegen bei den Veranstaltungen der Kiter eher Klassenfahrtsfeeling aufkommt.
Also ist Windsurfen nun wirklich ein Altherrensport und damit total anders als Kitesurfen? Mitnichten! Denn wenn man mal die Disziplin der Windsurfer betrachtet, die dem Kiten am nächsten kommt, verschwinden auch die Altersunterschiede. So ist die Topten der deutschen Wave-Freestyle-Szene (und damit meine ich nun nicht die Teilnehmer einer Deutschen Meisterschaft oder die, die von Magazinen bestimmt wird, sondern die wirkliche halt!) mit Jungs wie Norman Günzlein, André Paskowski, Klaas Voget, Florian Jung, Stefan Kruse oder Fabian Weber gar nicht so weit von der Einstellung und dem Style der jungen Wilden beim Kiten entfernt!
Nicht ganz ohne Grund jedoch sind die Topfive unseres „Partypeitschen of the year-Awards“ alle Kiter. Da können sich die Windsurfer noch eine Scheibe abschneiden, sofern sie denn wollen. Gelegenheit dazu hätten sie schon am 4. November im Madd House in Hamburg, wo wir wieder unsere hanseboot-Messeparty starten werden und ein Großteil aus beiden Lagern sicherlich anwesend sein wird (Infos auf www.free-magazin.de). Dort sind aber auch ausdrücklich die älteren Herrschaften erwünscht, müsste ich doch ansonsten auch zu Hause bleiben …

Free-Magazin Ausgabe 22

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