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Joel Parkinson gewinnt Quiksilver Pro France

{GALERIE} 9_winners856quikfr06karen_m.jpgVom 22. September bis zum 1. Oktober fand in diesem Jahr in Hossegor das legendäre Quiksilver Pro France Event im Rahmen der Foster’s ASP Men’s World Tour statt. 2001 wurde der Event zum ersten Mal ausgerufen, jedoch wegen der Anschläge am 11. September wieder abgesagt. Im Jahr darauf gewann der Brasilianer Neco Padaratz überraschend das Finale.{GALERIE} 9_groesser_parkinson_j114qu.jpg Seit 2003 hat sich Andy Irons fest auf dem obersten Treppchen eingebucht. 2004 verlor er zwar zum ersten Mal in der privaten Irons-Geschichte einen Heat gegen seinen kleinen Bruder Bruce, doch Andy konnte trotzdem die Krone von Hossegor gewinnen, was sich bis zu diesem Jahr nicht ändern sollte. Auch der allmächtige Kelly Slater wollte 2006 ein Wörtchen bei der {GALERIE} 9_kollage_parkinson_j928qui.jpgPlatzvergabe mitreden, holte er sich doch genau an diesem Spot 15 Jahre zuvor seinen ersten von heute sieben Weltmeistertiteln. Doch dann kam alles anders …
Hossegor ist ein Weltklassespot und seine Breaks können sich im Herbst mit Spots wie Pipeline auf Hawaii vergleichen lassen. Die unberechenbaren Beachbreaks sind gerade im September unglaublich groß und verwandeln sich in reine {GALERIE} 7_8_unten_wave8332quikfr06J.jpgBarrel-Maschinen, die selbst die Shortboard-Virtuosen an ihre Grenzen treiben können, wenn der teilweise bis zu sieben Fuß hohe Swell in knietiefes Wasser bricht. Vor allem die Zuschauer bekommen bei diesem Event die ultimative Show geliefert und zeigen sich jedes Jahr wieder in großen Scharen am Strand, um die Weltstars der Surfelite aus nächster Nähe zu bejubeln. {GALERIE} 9_winners234quikfr06karen_m.jpgBis zu 8.000 Zuschauer verfolgten auch in diesem Jahr das Finale und gewannen dabei eine überraschende Erkenntnis.
Die Wettervorhersage zeigte sich am ersten Tag des Events wenig viel versprechend. Onshorewinde und ein durchwachsener Swell erwartete die Profisurfer, von denen viele gerade sechs Tage zuvor ihren letzten Wettkampf abgeschlossen hatten und daher völlig abgekämpft und mit einem Jetlag in Hossegor eintrafen. {GALERIE} 7_8_oben_Flores_J8406quikfr.jpgDoch weder die Müdigkeit noch der Jetlag waren der Grund dafür, dass gleich der erste Wettkampftag von den Veranstaltern als Layday angekündigt wurde – der Swell war einfach „out of control“. Der zweite Veranstaltungstag zeigte da schon bessere Bedingungen. Sechs-Fuß-Wellen und mehr waren drin und Kelly und Co. zeigten den Youngsters in ihren Heats nicht nur einmal, wo der {GALERIE} 5_slater542quikfr06karen_m.jpgHammer hängt. So gewannen Stars wie Slater, Parkinson, Andy Irons, Damien Hobgood, Trent Munro die ersten Runden in den monsterhart brechenden Wellen. „Die Wellen brechen auf dem Sand so heftig. Ich bin einige Male gespült worden und habe mir meinen Kopf ordentlich auf dem Sand aufgeschlagen. Das hat schon ziemlich weh getan“, gab Kelly Slater nach seinem Heat zu. {GALERIE} 5_fruit8326quikfr06Joe_m.jpgSlater, der bisher sieben Weltmeistertitel in der Tasche hat, bringt sich auch in diesem Jahr wieder in Startposition, den achten Titel zu schnappen. Dafür wäre ein Sieg in Hossegor nicht ganz unwichtig.
Die beiden folgenden Wettkampftage waren nicht besonders einladend. Der Wind blies onshore und die Wellen waren nicht sauber. {GALERIE} 5_expression_session.jpgKeine Chance für die Wettkampfleitung also, einen Heat zu starten, und damit hatte Kelly Slater genug Zeit, mit dem Tennisstar Guy Fourget und dem Quiksilver-Surfteam-Manager Stephen Bell auf dem Golfplatz ein paar Bälle abzuschlagen. Doch am 27. September war es endlich so weit. Zwar waren die Bedingungen mit eineinhalb Meter hohen Wellen noch recht moderat, aber der Wind hatte gedreht und blies nun offshore, {GALERIE} 4_slater018quikfr06karen_m.jpgsodass sich die Wellen zu sauberen Sets formierten und den Pros perfekte Bedingungen offerierten, die sich bis zum Ende der Woche so hielten. Wenige Überraschungen gab es in den darauf folgenden Runden und so standen sich in den Halbfinalläufen die üblichen Verdächtigen gegenüber. In einem souveränen ersten Halbfinale gelang es Mick Fanning, den siebenfachen {GALERIE} 1_2_martin9766quikfr06karen.jpgWeltmeister Kelly Slater auszuschalten. Mick, der sich die besten Wellen vor Kelly schnappte, legte vor dem versammelten Publikum eine spektakuläre Aerial-Show hin, die den Juroren die Entscheidung leicht machte und Mick mit 16.60 Punkten ins Finale entließ. Im zweiten Halbfinale des Tages traf Micks Mate Joel Parkinson auf den {GALERIE} 3_4_slater_k498quikfr06kare.jpgLokalmatadoren Andy Irons, der in den letzten Jahren immer in Hossegor den Siegesthron bestiegen hatte. Doch in diesem Jahr sollte alles anders werden. Die Righthanders peelten konstant den Strand hinunter und boten dem Australier Joel Parkinson eine perfekte Spielwiese für seine teilweise völlig schmerzfreien Aerials. Andy Irons hingegen wartete zu lange auf die perfekte Welle und musste sich am Ende mit 6.93 Punkten zu 15.43 Punkten geschlagen geben.
{GALERIE} 2_kleiner_crowd8787quikfr06.jpgIm Finale trafen die beiden „Aussies“ und dazu noch beste Kumpel Joel Parkinson und Mick Fanning aufeinander. Die beiden hatten schwer mit der starken Strömung zu kämpfen und wurden immer wieder um ihre Positionen gebracht. Während Fanning noch um seine Position im Line-up kämpfte, schnappte sich Parkinson die nächste Welle. Die Zuschauer brachen in Begeisterungsstürme aus, als er mit zwei Tuberides und einem fetten Aerial auf der Welle punktete. Von diesem Zeitpunkt gehörte die Trophy ihm; Fanning gelang es nicht mehr, diesen massiven Vorsprung seines Landsmannes einzuholen. Parkinson hatte den Quiksilver Pro France gewonnen.

Free-Magazin Ausgabe 28 | Text Free-Magazin | Fotos ASPWORLDTOUR.COM

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