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Fuerteventura – Wüsteneiland mit perfekten Stränden und viel Wind

{GALERIE} fuertegall_1.jpgLage
Fuerteventura ist eine der sieben Hauptinseln der Kanaren und liegt im Atlantischen Ozean, ungefähr 100 Kilometer westlich vor der Küste Marokkos. Die zweitgrößte Insel des Archipels bildet mit der weiter nördlich gelegenen Insel Lanzarote die östliche Grenze der Kanaren. Auf einer Fläche von 1722 Quadratkilometern leben ca. 69.000 Einwohner, wobei die größte Bevölkerungsdichte in Fuerteventuras Hauptstadt, Puerto del Rosario, zu finden ist, in der 24.000 Einwohner wohnen. Die kanarischen Inseln zählen zum Hoheitsgebiet Spaniens, jedoch wird ihnen ein Sonderstatus als autonome Region mit eigenem Parlament und Präsidenten zugestanden. Fuerteventura gehört mit den Inseln Lanzarote und Gran Canaria zu der Provinz Gran Canaria. Die Amtssprache der Kanaren ist Spanisch.

Geografie
Fuerteventura entstand vor etwa 20 Millionen Jahren und ist die älteste kanarische Insel. Ihr vulkanischer Ursprung verleiht Fuerteventura einen herben Reiz, wobei die letzten vulkanischen Aktivitäten vor 4000 bis 5000 Jahren erloschen sind. Der größte Teil der Inselmasse entstand vor etwa fünf Millionen Jahren und ist seitdem durch Erosion stark verändert worden. Die Insel misst zwischen Nord- und Südspitze knapp 100 Kilometer, an ihrer breitesten Stelle 31 Kilometer. Die schmalste Stelle, Istmo de la Pared mit fünf Kilometern Breite, teilt die Insel in einen nördlichen Teil, Maxorata, und eine südliche Halbinsel, Jandia. Die nördliche Halbinsel ist Namensgeber für die ursprünglichen Inselbewohner, die Majoreros. Der Berg Jandia ist mit 807 Metern der höchste Punkt Fuerteventuras und befindet sich auf der gleichnamigen Halbinsel.

{GALERIE} fuertegall_2.jpg Klima
Das über das gesamte Jahr sehr angenehme Klima brachte den Kanaren den Beinamen „Inseln des ewigen Frühlings“ ein. Die Temperaturen werden durch das Meer ausgeglichen und die heißen Luftmassen aus der Sahara durch die Passatwinde ferngehalten, sodass stets mittlere Temperaturen um 20 °C herrschen. Die ausgeglichensten Urlaubsmonate sind von März bis Juli. Die Wassertemperatur von 22 °C im Sommer nimmt im Winter auf knapp 19 °C ab. Fuerteventura ist mit 147 mm Niederschlag pro Jahr im Kanarenvergleich sehr niederschlagsarm. In den Wintermonaten kommt es teilweise zu stärkeren Regenfällen, die von der zerstörten Vegetation nicht genutzt werden können und ins Meer abfließen. Der Schirokko, ein heißer Südostwind aus der Sahara, ist ein besonderes Wetterphänomen, das die Temperatur manchmal sprunghaft um zehn Grad Celsius ansteigen lässt, die Luft wird extrem trocken. Der Wind trägt feinen Sand mit sich, der den Himmel so verdunkelt, dass die Sicht nur noch 100 bis 200 Meter beträgt. Die Inselbewohner nennen dieses Wetter „Kalima“. Fuerteventura steht das ganze Jahr im Wind und ist somit ein Paradies für Windsurfer und Kiter. Der Nordostpassat sorgt im Sommer zuverlässig für gute Surfbedingungen an den Playas de Corralejo und der Halbinsel Jandia, in den stürmischeren Wintermonaten kommen insbesondere die Profis an den Playas de Sotavento auf ihre Kosten. Aufgrund des Windes spürt man die starke Sonneneinstrahlung erst, wenn man den Sonnenbrand schon hat, also immer schön eincremen. Wirtschaft Mit ihrem Eroberungszug auf Fuerteventura brachten die Spanier die Landwirtschaft mit. Sie wurde jahrhundertelang so erfolgreich betrieben, dass Fuerteventura den ganzen Archipel mit Getreide versorgen konnte. Doch durch die fortschreitende Zerstörung der Vegetation durch Rodung und Überweidung wurde das Oberflächenwasser rar und der größte Teil der Regenmengen sickerte nicht mehr in den Boden, sondern floss ins Meer. Als Alternative für die Bewässerung mit Regenwasser begannen die Bauern im 19. Jahrhundert mit der Brunnenbewässerung, die den Wasserbedarf nicht decken konnte. Das starke Absinken des Grundwasserspiegels führte außerdem zum Einsickern von Salzwasser, was das Grundwasser für den Anbau unbrauchbar machte. Doch auch durch neu gebaute Meerwasserentsalzungsanlagen blieb Wasser bis heute ein knappes Gut auf Fuerteventura. Diese Umstände führten dazu, dass die Landwirtschaft auf Fuerteventura immer mehr in den Hintergrund rückte. Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche Fuerteventuras ist von 3,5 Prozent der Inselfläche in 1970 auf nur noch 0,1 Prozent in 2002 drastisch zurückgegangen. Durch überdurchschnittlich hohe Kosten für Anlagen, die vor Sonne und Wind schützen, und {GALERIE} fuertegall_3.jpgdurch die aufwendige Bewässerung ist der Anbau auf der einstigen „Kornkammer der Kanaren” inzwischen als unwirtschaftlich einzuschätzen. Naturschützer führen die sich verschärfenden Probleme von Erosion und Wassermangel weiterhin auf die anhaltende Zerstörung der Vegetation durch freilaufende Ziegen zurück. Nach Schätzungen laufen bis zu 75.000 Nutztiere ohne Einzäunung auf der Insel umher und grasen sogar die unter Naturschutz stehenden Dünen von Corralejo ab. Um dies zu verhindern, wurden ab 1982 mehrere Naturparks eingerichtet, die durch größere Einzäunungen versuchen, die bedrohten Areale nicht nur vor den freilaufenden Ziegen sondern auch vor Touristen zu schützen. Wer mit einem Geländefahrzeug die Naturparks befährt, dem drohen empfindliche Geldstrafen. Der Tourismus ist mittlerweile wichtigster Wirtschaftszweig und Arbeitgeber. Seit den achtziger Jahren explodierte die Anzahl der Gästebetten auf heute etwa 60.000. Im Jahr 2000 kamen rund 1,2 Millionen Touristen auf die Insel, die Hälfte davon waren Deutsche.

{GALERIE} fuertegall_4.jpg Sehenswürdigkeiten
Die schönsten Strände der Kanaren sind die auf Fuerteventura. Im Norden um Corralejo locken ausgedehnte Dünen mit feinem Sand. Im Süden finden sich lange Strände und abgelegene Buchten. Konstanten Wind finden Wind- und Kitesurfer im Norden bei Corralejo und an der Ostküste, besonders zwischen der Costa Calma und Jandia. Hier liegen auch Strandabschnitte, die entweder nur für Kite- oder Windsurfer vorgesehen sind. Der Westen der Insel besteht hauptsächlich aus Steilküste. Hier treffen Wellenreiter aufgrund hoher Wellen auf optimale Bedingungen. Nicht zu unterschätzen sind die starken ablandigen Strömungen an der Westküste, die jedes Jahr unbedachten Schwimmern das Leben kosten. Um die raue und kahle Landschaft der Berge zu erkunden, lohnt es, sich einen Mietwagen zu nehmen. Sie besitzt ihren ganz eigenen Charme und ist wahrscheinlich die heimliche Attraktion der Insel.

Spanische Essgewohnheiten
Zum Frühstück treffen sich die Einheimischen in der nächsten Bar, um einen Café zu trinken, der ähnlich einem Espresso ist und häufig in einem kleinen Glas serviert wird. Mit ein wenig Milchschaum oben drauf wird er zum Café cortado, mit einem Schuss Cognac zu einem Carajillo. Zum Kaffee bestellt man süßes Gebäck oder ein Sandwich. Mittags und abends bieten Restaurants aller Kategorien mehrgängige Menüs an. Zur Mittagszeit immer gut besucht sind vor allem die Tapas-Bars. Hier gibt es alles in winzigen Portionen (Tapas), als „Media Ración“, halbe Portion, oder als „Ración“ auf einem großen Teller. Die riesige Auswahl reicht von spanischen Tortillas über sauer eingelegte Sardinen (Boquerones), Tintenfischsalat (Ensalada de Pulpos) oder den so genannten Russischen Salat (Ensalada rusa) mit Wurzelgemüse, Erbsen, Eiern und Kartoffeln.

Free-Magazin Ausgabe 18

2 Kommentare »

  1. Noch mehr Infos und Bilder zu Fuerteventura und zu Corralejo gibt es hier.

    http://www.tripedio.de/integration/Urlaubsort/Reiseziel/Spanien/30200251/Corralejo/

    Kommentar von Timo — 9. Juni 2010 @ 23:13

  2. Hallo Free-Magazin Team,

    Fuerteventura Urlaub ist einfach nicht zu übertreffen. Infos zur Urlaubsinsel und Corralejo sind auf http://www.urlaubsreise24.de/Fuerteventura-Last-Minute-Urlaub,8.html zusammengefasst.

    Kommentar von Marc — 14. Juli 2010 @ 14:50

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