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Archive for Dezember, 2006

Real Hangtime!

{GALERIE} B.BooneDer Snowkiter Fabio Ingrosso im Interview

Ist er nun Kiter oder Drachenflieger? Wenn man sich die Bilder unserer Story anschaut, kann man das nicht eindeutig sagen. Auf jeden Fall aber zählt Fabio Ingrosso zu den besten Snowkitern der Welt und reizt sein Können grundsätzlich bis zum Anschlag aus.

FM: Du bist in der Kiteszene, im Speziellen beim Snowkiten, sehr bekannt. Ist es das, was du wolltest, oder hattest du {GALERIE} B.Boonedein Leben eigentlich ganz anders geplant?
FI: Als ich noch klein war, so um die 20 Jahre herum, drehte sich mein Leben um ganz andere Dinge als ums Kitesurfen. Ich war eher der solide, spießige Typ und dachte eine gute Arbeit, ein großes Haus, ein tolles Auto und eine hübsche Frau wären das Wichtigste im Leben. Tja, und dann kam das Kiten und alle meine guten Vorsätze waren dahin. Zum Glück!

{GALERIE} B.BooneFM: Na, das nenne ich konsequent! Welche Charaktereigenschaften bringst du sonst noch an den Start?
FI: Ich bin sehr leidenschaftlich und ehrgeizig. Das, in Kombination mit meiner Liebe zum Sport, hat mich wohl dahin gebracht, wo ich heute bin.

FM: Im Januar wirst du deine eigene Snowkiteschule in Frankreich, {GALERIE} B.Boonedirekt an der Schweizer Grenze, eröffnen. Seit wann trägst du dich mit dem Gedanken, in diesem Bereich tätig zu werden?
FI: Seit ich in Genf lebe, sehe ich jeden Winter diesen verschneiten Bergkamm. Vor vier Jahren entschied ich mich, zusammen mit einem Freund Stéphane diesen Spot zu erkunden, der so nah und so groß ist! Bingo! Was erlebten wir für einen {GALERIE} B.Boonegrandiosen Tag! Seit diesem Tag hatte ich die Idee, genau dort eine Schule zu eröffnen. Von da an ging es an die Vorbereitungen. Ich wollte erst einmal so viel Erfahrungen wie möglich sammeln und nahm an möglichst vielen Wettkämpfen teil. Diesen Winter werde ich nun zum ersten Mal meine Leidenschaft an meine Kunden vermitteln.

FM: Du hast einen italienischen Namen, deine Familie lebt in der Schweiz und deine Schule ist in Frankreich. Bist du Kosmopolit?
FI: Ich bin ein Erdenbewohner und das {GALERIE} B.BooneKiten diktiert mir die Richtung.

FM: Das hast du aber schön gesagt! Ich weine gleich … Wo würdest du am liebsten leben?
FI: In einem Land, in dem es sechs Monate im Jahr Schnee in Kombination mit {GALERIE} B.BooneWind und Sonne gibt. In den anderen sechs Monaten ist es schön warm, es gibt einen Spot mit einer perfekten Welle und obendrein noch eine schöne Lagune. Wenn es jemanden unter euch gibt, der so einen Ort kennt, wäre ich euch für den Tipp dankbar!

FM: Ich würde mal sagen, Kiel trifft deine Beschreibung wirklich gut … {GALERIE} B.BooneDie Sprünge, die ihr im Schnee macht, sind nicht mit denen auf dem Wasser zu vergleichen. Ich spreche hier weniger von denen beim Wettkampf. Beim Freeriden fliegt ihr eher, als dass ihr fahrt! Das ist wirklich beeindruckend und wenn ich mir die Bilder so angucke, ruft das stille {GALERIE} B.BooneÖrtchen, denn wenn du mal fällst, kann das gut und gerne 30 Meter abwärts gehen! Ist das der ultimative Kick für dich, so hoch zu springen?
FI: Für mich hat Snowkiten viele Aspekte. Es vereint die Freiheit des Gleitens auf weiten Flächen oder hügeligen Landschaften über Stunden, ohne anhalten zu müssen. Aber man hat auch die Möglichkeit, enorme Steigungen zu bewältigen und Höhe in Rekordgeschwindigkeit abzureißen. Das nenne ich Freeriden total! Entweder faltest du deinen Kite dann zusammen, verstaust ihn auf dem Rücken und ziehst ein paar Lines in den Powder oder du fährst mit dem Kite runter und fliegst einfach mindestens die Hälfte der Strecke. Je nachdem, wie die Bedingungen sind. Gut, die letzte Variante ist den Pros vorbehalten ist. Schließlich hängt das Leben an nur wenigen Fäden …

FM: Mit deinem Sponsor hast du gemeinsam einen Snowkite entwickelt, der nun auch noch deinen Namen trägt. Das ist schon dicke Hose, oder?
FI: Schlecht ist das nicht! Denn obendrein bin ich, soweit ich weiß, der einzige Kiter, der einen Schirm mit seinem eigenen Namen hat. Das ist schon wirklich cool! Was ich jedoch vor allem möchte, ist den Sport allen zugänglich zu machen. Das geht am besten mit einem leistungsfähigen, qualitativ hochwertigen und sicheren Kite. Snowkiten geht meiner Meinung nach ähnliche Wege wie das Kiten auf dem Wasser. Es ist ein großes, offenes Buch. Es liegt an uns, die Geschichte zu schreiben …

FM: Apropos Schreiben: Was schreibt der Arzt eigentlich immer so in deine Krankenakte? Erinnerst du dich an all deine Verletzungen?
FI: In der Regel hatte ich sehr oft viel Glück in meiner Karriere. Ich war zwar einige Male nahe der Bewusstlosigkeit, aber dabei habe ich mich nie ernsthaft verletzt. Ein, zwei kleinere Verletzungen hatte ich aber auch. Zum Beispiel 2004 in Obertauern (ISKA WM) habe ich mir die linke Schulter ausgekugelt und nur unter krassen Pain-Killern weiterfahren können. Ich wurde Zweiter. Und diesen Sommer habe ich bei einem Sturz einen harten Schlag auf die andere Schulter bekommen. Ich landete auf dem OP-Tisch. Vier Monate ohne Kitesurfen aber mit intensiver Reha jeden Tag. Das schockt mal gar nicht, aber ich wollte diesen Winter unbedingt wieder fit sein!

FM: Was sagt deine Familie zu deinen Verletzungen? Hat sie nicht regelmäßig Angst um dich, wenn du das Haus verlässt?
FI: Ganz so schlimm ist es noch nicht! Kiten ist auch nicht mehr das Wichtigste in meinem Leben! Vor zwei Jahren hätte ich das zwar noch felsenfest behauptet, aber mittlerweile ist es ganz eindeutig meine Familie, die an erster Stelle kommt. Ohne ihren Rückhalt würde ich das Haus gar nicht erst verlassen. Kitesurfen ist und bleibt für mich ein sehr vielseitiger Sport, der es mir erlaubt, dem Alltag zu entkommen und mich frei zu fühlen. Es ist schon wahr, dass ich oft weit weg von zu Hause bin. Seit ich Papa geworden bin, habe ich aber die Dauer meiner Trips deutlich verkürzt. So kann ich meine Leben als Familienvater und Kite-Pro miteinander vereinbaren. Das Leben als Pro ist nicht immer einfach. Ich verbringe lange Zeit alleine in meinem Bus, ohne meine Familie. Aber ich bin nie wirklich einsam. Kitesurfen ist ein individueller Sport, der in der Gruppe stattfindet.

FM: Würdest du sagen, dass sich Snowkiten und Kiten auf dem Wasser ähnlich entwickelt?
FI: Im Moment sieht es so aus. Leider ist es noch so, dass sehr viel Aufmerksamkeit dem Wasser gilt und weniger dem Schnee. Ich hoffe, dass Snowkiten bald mehr Gewicht bekommt, damit wir genügend Mittel haben, um dem Sport eine dynamische Aufwärtsentwicklung zu ermöglichen. Um Testcenter und Schulen zu eröffnen, die den Sport pushen. Mein Traum ist es, auf dem Schnee ein ähnliches Konzept zu entwickeln wie das North Young Blood Camp. Daraus würde ein Snowkite-Team entstehen, das so richtig abgeht!

FM: Welchen wiederkehrenden Satz kannst du nicht mehr hören?
FI: „Hast du schon gesehen? Heute gibt’s keinen Wind.“

Posted: Dezember 29th, 2006 under KITE, BERICHTE, Newsletter.
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Tuva Sandbeakken Jansen

{GALERIE} Stéphane FournetDie 25-jährige Norwegerin hat die Sandbank im Namen und das Kiten im Blut. Sie zog sich in dieser Saison vom Wettkampfsport zurück, um sich mehr ihrer Passion zu widmen: dem Kitesurfen in der Welle. Tuva spielt aber auch Fußball und so stellten wir ihr elf mehr oder weniger bedeutungsvolle Fragen:

1. Was ist deine wichtigste Charaktereigenschaft?
Anpassungsfähigkeit!

2. Und welche magst du an dir gar nicht?
Ich bin eine schlechte Verliererin. Das konnte ich als Kind schon nicht und das hat sich bis heute nicht geändert.

{GALERIE} Stéphane Fournet{GALERIE} Stéphane Fournet3. Wo würdest du am liebsten leben?
Wenn ich darüber nachdenke, würde ich am liebsten auf Maui leben. Das Einzige, was mich an dieser Insel stört, ist, dass sie zu den USA gehört. Ich komme mit der Politik von Bush überhaupt nicht klar. Aber auf Maui gibt es von allem ein bisschen: {GALERIE} Stéphane FournetSonne, Wind, Wellen und jede Menge anderer Dinge. Und auch das Klima gefällt mir sehr gut, ich liebe die Wärme.

4. Wobei entspannst du?
Ganz banal: Ich hänge vor dem Fernseher ab, schaue mir Schwachsinn wie Reality Shows an und esse selbst gemachte Pfannkuchen. Das ist für mich {GALERIE} Stéphane FournetEntspannung pur!

5. Wann hast du mit dem Kiten begonnen?
Im Jahre 2001. Ich war von Anfang an total begeistert. Das hatte ich vorher in dieser Form noch nie erlebt. Als ich den Schirm in der Luft hatte, wusste ich intuitiv: Das ist es! Ich gab jeden Cent für Material aus. Ich war pleite, aber glücklich.

6. Was war deine verrückteste Erfahrung während der Anfänge?
Für mich war es am Anfang sehr schwer, alle unterschiedlichen Boardtypen zu überblicken. Ich hatte so meine Probleme, das Richtige für mich zu finden, und deshalb probierte ich einfach alles aus. Das erste Brett, das ich ausprobierte, war ein Snowboard. Ja, ich weiß heute, wie bescheuert das ist! Denn es war einfach nur eine Katastrophe. Außerdem erinnere ich mich daran, dass ich, als ich das erste Mal so richtig am Fahren war, aus lauter Begeisterung vollkommen vergaß, dass man auch irgendwann mal umdrehen sollte. Als ich das endlich mitbekam, war ich sehr weit vom Ufer entfernt und musste leider feststellen, dass die neue Richtung nicht gerade meine Sahneseite war …

7. Hast du heute einen Lieblingsspot?
Ich habe auf jeden Fall für meine unterschiedlichen Ansprüche ganz gute Spots gefunden! Für Tricks bin ich am liebsten auf Flachwasser in der Karibik unterwegs, zum Beispiel in der DomRep oder Coche, Venezuela. Wenn ich in Wellen kiten will, fahre ich nach Indonesien oder Marokko.

8. Wie hältst du dich fit?
Ganz einfach: Ich mache einfach das, was mir am meisten Spaß macht! Also Yoga, Surfen, Kiten, Schwimmen, Fußball und Volleyball spielen und lange Spaziergänge, denn ich hasse Joggen. Und ganz nebenbei versuche ich auch noch, mich so gesund wie möglich zu ernähren!

9. Ohne welche Innovation könntest du beim Kiten nicht mehr leben?
Na, was wohl? Ohne Luftpumpe würde doch wohl gar nichts gehen!

10. Was magst du beim Kiten nicht so gerne?
Kitehosen und Trittbrettfahrer.

11. Welche Frage hängt dir zum Hals heraus?
Ich kann den Spruch „was machst du nach dem Kiten?“ nicht mehr hören! Liegt vielleicht daran, dass mich meine Mutter damit permanent löchert.

Posted: Dezember 29th, 2006 under KITE, BERICHTE.
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Trip Tagebuch

{GALERIE} Fabian&FriendsFabian Hägele, Student des Fachs „Surf Science“ in Cornwall, gebürtiger Stuttgarter und lässiger Zeitgenosse hat nach seinem Zivildienst den Trip seines Lebens gemacht. Mit drei Monaten Nachtschicht bei Daimler Chrysler hat er knapp 10.000 Euro gescheffelt und zusammen mit seiner Zivi-Abfindung in die Travelkasse eingebracht. In eineinhalb Jahren hat er es weit geschafft. Von Chile ausgehend die gesamte Westküste des amerikanischen Kontinents bis nach Nordkalifornien, weiter nach Indonesien, dann nach Australien und wieder zurück nach Indo. Auf diesem Trip hat er so manche Eskapaden durchgemacht und uns von diesen per E-Mail berichtet. Nur mal kurz vorweg: {GALERIE} Fabian&FriendsBeinahe wäre der Typ gar nicht losgekommen. Er hat sich mit der deutschen Ordnungsmacht angelegt. {GALERIE} Fabian&FriendsVöllig irre tanzte er mit entblößtem Hinterteil vor einen Streifenwagen bis sich die Grün-Weißen dazu hinreißen ließen, ihn richtig zu vermöbeln und zu verhaften. So ähnlich sollte es auf seinem Trip weitergehen. Seine erste Nachricht bekamen wir aus Chile …

Ich habe mir kurz nach der Ankunft einen Muskel in der {GALERIE} Fabian&FriendsSchulter gerissen, sodass ich zwei Wochen nicht paddeln konnte. War aber nicht so schlimm, weil es sowieso nichts zu surfen gab. Hier in Pichilemu ist sonst nicht viel zu tun, also bin ich weiter in den Süden gefahren und habe mir ein paar Vulkane, Seen und Wasserfälle angeschaut. Ist echt richtig {GALERIE} Fabian&Friendsschön hier. Ich bin eigentlich sogar ganz froh, dass ich mich verletzt habe, weil ich sonst wahrscheinlich nur darauf gewartet hätte, dass der Surf besser wird. Als ich dann zurückkam, wurde der Swell groß und ich konnte sehr solide acht Fuß Punta Lobos surfen. Bis dahin das Größte, was ich gesehen und {GALERIE} Fabian&Friendsvor allem gesurft bin. Aber jetzt ist es an der Zeit, weiterzuziehen. Ich werde noch einen Stopp in der Hauptstadt Santiago einlegen, um die ein oder andere Party mitzunehmen.Nachdem ich mir noch Machu Pichu angeschaut hatte, was wirklich unglaublich war, und nach netten Surfsessions in Pacasmayo habe ich Südamerika hinter mir gelassen. Vor etwas mehr als drei {GALERIE} Fabian&FriendsWochen habe ich einen Flug von Guayaquil (Ecuador) nach Panama City bekommen. Seitdem hänge ich in Santa Catalina ab. Ein sehr chilliges, kleines Örtchen an der Pazifikküste mit einem großartigen Righthand-Pointbreak vor der Haustür. Nach drei sehr coolen Wochen in Santa Catalina sind Caleb, Zureal (meine Travelmates) und ich in die Gegend um {GALERIE} Fabian&FriendsMorro Negrito aufgebrochen. Die einzige surfbare Welle war die Wake von dem Boot, das uns zu den vermeintlichen Surfspots gebracht hat. Dann sind wir zu den Bocas del Toro aufgebrochen, wo wir ein paar nette Wellen gefunden haben. Das viele Feiern hat unser Budget ziemlich gesprengt und wir sind dann schnell weiter nach {GALERIE} Fabian&FriendsPuerto Viejo in Costa Rica. Noch eine Party-Destination mit viel Reggae und Salsa. Von dort sind wir schnell nach Pavones geflüchtet. Superberühmt und leider auch supercrowded. Die Wellen waren gut, aber die 100 Leute im Line-up haben den Spaß schon sehr gemindert. Ich war sehr froh, als wir auf dem Boot in Richtung {GALERIE} Fabian&FriendsMatapalo auf der anderen Seite des Golfo Dulce waren. Die sieben Tage, die wir am Strand gecampt haben, waren der Hammer. Wir hatten gute Wellen und ich habe so viel wilde Tiere gesehen wie noch nie zuvor (Schlangen, Affen, Schildkröten und ziemlich giftig aussehende Frösche). Den absoluten Jackpot hatte aber Zureal erwischt. Auf seinem Weg von {GALERIE} Fabian&Friendseinem Wasserfall zurück zum Camp lief ihm ein ausgewachsener Puma über den Weg. Glücklicherweise hat der in Zureal nicht ein schmackhaftes Mahl gesehen und ist von dannen gezogen. Der einzige Nachteil war, dass es massig Sandfliegen gab, die uns komplett zerbissen haben. Na ja und mein Magic Board, der 6′6′’er, ist gebrochen. {GALERIE} Fabian&FriendsJetzt warten wir gerade in Jaco auf die Reparatur meines Boards und wollen dann nach Santa Theresa auf der Nicoya-Halbinsel.Nachdem ich mein Board zurückbekommen habe, sind Zureal und ich nach Santa Theresa aufgebrochen. Caleb hat sich verliebt und zog es vor, sich an einer 27-jährigen Jungfrau die Zähne auszubeißen. Trotz seines Scheiterns wurde er belohnt. Während in Santa Theresa nur Mist ankam, hatte Caleb gute Bedingungen an der Playa Hermosa. Wir erlebten derweil ein wahnsinniges Offroad-Abenteuer. Mit zwei Typen aus North Carolina und ihrem süßen, kleinen 4WD waren wir an der Küste unterwegs, als wir einen folgenschweren Fehler machten. Wir haben keine vernünftigen Wellen gefunden, also entschieden wir uns nach Montezuma zu fahren und uns die Wasserfälle dort anzuschauen. Es empfiehlt sich in Costa Rica keine Abkürzungen nehmen zu wollen, es sei denn, man möchte für die nächste Camel Trophy trainieren. Hauptstraßen sind ja schon schlimm genug, aber die Nebenstraßen … Ich hatte keine Ahnung. Nach etlichen Sümpfen, nahezu unüberwindlichen Löchern, Steigungen und kritischen Abhängen haben wir es dann doch geschafft. Das Auto war durch die vielen scharfen Felsen, über die wir es geprügelt haben, stark in Mitleidenschaft gezogen worden und ich habe nachher aufgegeben mitzuzählen, wie oft wir steckengeblieben sind. Alles in allem war es dennoch ein großer Lacher.

Nachdem wir Santa Teresa auf dem direkten Weg Richtung Nicaragua wieder verlassen hatten, erreichten wir als ersten Ort San Juan del Sur. Ich mochte Nicaragua von Anfang an. Die Leute sind ziemlich entspannt und freundlich und es ist nicht so touristisch wie in Costa Rica. Leider hatten wir in San Juan del Sur nicht so viel Glück. Erstens ist es immer ein ziemlicher Angang, um zu den Wellen zu kommen, und zweitens hat uns die schlimmste Quallenplage aller Zeiten erheblich demoliert. Nach ein paar Tagen sind Zureal, Ramon ein anderer Deutscher und ich zur Isla Ometepe aufgebrochen – eine kleine Insel inmitten des Lago Nicaraguas, dem größten See Mittelamerikas. Hier gibt es die einzige Population eines Süßwasserhais auf der Welt. Zurück in San Juan mussten wir feststellen, dass sich die Qualen nicht verdrückt hatten.
Wir sind dann wieder zurück nach San Juan, um Caleb dort zu treffen und um uns einen alten VW-Bus zu kaufen. Die Vorbesitzer, ein Aussie-Pärchen, sind damit den ganzen Weg von Kanada gefahren. Nachdem wir das Geld übergaben und das Pärchen weg war, schien die Karre auseinanderzufallen. Zuerst nur Kleinigkeiten. Aber dann musste das Ding in die Werkstatt: neue Kupplungsscheibe. Wie sich herausstellte, war es nicht die verdammte Kupplungsscheibe, die uns schon 100 Bucks gekostet hatte. Die ganze Scheiß-Kupplung von dem fünf Tage alten Bus war so durch, dass wir eine komplett neue brauchten. Leider mussten wir vier Tage warten, bis uns jemand nach Managua abschleppte. Es war ein echter Albtraum. Ihr könnt euch vorstellen, wie cool es war, wieder in eine kleine Beachbreak-Welle in der Nähe von Popoyo zu springen, nachdem wir die Odyssee hinter uns hatten. Verschwitzt, stinkend, ausgebrannt und 500 Dollar ärmer.
Wir mussten unbedingt feiern gehen und machten uns auf den Weg nach Leon. Wie verhext hatte die Karre dann nach 50 Metern wieder irgendein Problem. Irgendwie haben die Jungs es doch hinbekommen. Ich war kurz davor, die Karre in Brand zu stecken. Wir brauchten noch zwei Tage durch Honduras, um nach El Salvador zu gelangen, und sind in einem kleinen Fischerdorf namens El Cuco angekommen. War echt hübsch, aber die Leute waren irgendwie strange und es hat die ganze Zeit nach getrocknetem Fisch gestunken. Wir sind also nach drei Tagen abgehauen. Nach einer heftigen Nacht in La Libertad haben wir erst einmal in El Zonte gechillt. Ein Ort mit einem sehr netten Righthander. Nach ein paar Tagen mit mittelmäßigen Wellen wurde es unglaublich. Die Wellen wurden besser und besser. Mit dem Swell kamen aber leider auch die zwielichtigen Typen aus ihren Löchern. Seitdem wir hier waren, wurden sechs Menschen erschossen. Im Stadtzentrum war man einigermaßen sicher, nur unglücklicherweise war der Spot nicht gerade im sicheren Gebiet der Stadt. An einem Tag wollten wir Photos machen und ein Typ mit Machete in der Hand war scharf auf unsere Ausrüstung. Ich bin froh, dass wir jetzt zum Feiern nach San Salvador gefahren sind und unseren ausgelaugten Körpern mal ein bisschen Ruhe gönnen.
Wir wollen jetzt nach Baja übersetzen, nachdem wir ein paar Tage länger in Rio Nexpa und Pascuales geblieben sind. In Nexpa kam ein Typ mit einem dicken Grinsen auf mich zu gepaddelt. Wie sich herausstellte, war das mein Kollege Adrian aus Australien, den ich vor drei oder vier Jahren in Frankreich kennen gelernt hatte. Ein paar Tage später in Pascuales habe ich die schlimmsten Schmerzen überhaupt erlebt. Ich wurde von einem Rochen in den Fuß gestochen. Ich musste meinen Zeh in fast kochendes Wasser halten und irgendwelche Blätter, die ein Local mir schnell besorgt hatte, drauflegen. Das half Gott sei Dank und ich konnte die nächsten Tage mit epischen Swell auskosten. Wir sind dann weiter nach Puerto Vallarta, um ein wenig zu feiern. Alles fing eigentlich ganz gut an, endete dann aber in einem klischeehaften, mexikanischen Knast. Caleb und ich wurden verhaftet, nachdem wir am Strand unsere Notdurft erledigt hatten und mussten über Nacht bleiben. Glücklicherweise hatten wir eine Zelle für uns und nach einem kleinen Flirt mit einer Gefängnisangestellten konnten wir sogar ein bisschen früher gehen.
Angekommen in Baja mussten wir nach sechs Monaten zum ersten Mal unsere Wetsuits auspacken. Viele gute Wellen, nette Leute und ordentlich Party. So kann ich die Zeit zusammenfassen. Wir haben für zehn Tage am Strand gecampt und waren zusammen mit Walen surfen. Ich habe hier das schönste Weihnachten überhaupt verbracht. Bei Vollmond und kristallklarem Wasser konnten wir den Heiligabend bei kopfhohen Wellen surfend verbringen. Zu Silvester wollten wir zu den Seven Sisters, sieben Righthand Points, einige Kilometer weiter Richtung Norden. Freddy, unser VW-Bus, fand die Idee nicht so gut und brach auf halbem Weg völlig zusammen. Die Reparatur hätte uns 860 Dollar gekostet, also tauschten wir Freddy gegen zehn Liter Bier und zwei Packungen Zigaretten ein. Wir haben dann all unser Gepäck in den Van von einem Kollegen geladen und sind zu Silvester nach Tijuana gefahren. Tijuana ist das dreckigste Loch, das ich je gesehen habe. Unglaublich viele abgefuckte Leute auf einem Haufen. Das hielt uns natürlich nicht davon ab, uns mit Tequila anzufreunden. Wir hatten eine gute Zeit, bis eine Blumenfrau und ihr Komplize mir auf dem Rückweg ins Hotel ein paar Mal ins Gesicht schlugen und mich ausraubten. Als wäre das noch nicht genug für einen schlechten Start ins neue Jahr, sind am nächsten Tag irgendwelche Penner in unser Hotelzimmer eingebrochen und haben Handys, Portemonnaies und Kameras geklaut. Total gefrustet sind wir nach San Diego weiter gefahren. Nachdem wir acht Monate lang zusammen getravelt waren, trennten sich hier unsere Wege. Ich konnte bei Jesse schlafen, den ich am Anfang meines Trips in Chile kennen gelernt hatte. Südkalifornien hatte den regenreichsten Januar seit Beginn der Aufzeichnungen.
Kalifornien ist supercool. Ich habe die ganze Küste erkundet und so viele berühmte Breaks auf meiner Liste in superkurzer Zeit gesurft. Meine Buddys hier haben sich alle Mühe gegeben, mir ihre Heimat näherzubringen. Auch die Partyszene ist super und das hab ich natürlich ausgenutzt. Als ich einen Abend vielleicht etwas übertrieben habe, landete ich wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit mal wieder im Knast. Ich bin fast ein bisschen stolz in drei verschiedenen Ländern innerhalb eines Jahres eine Nacht im Knast verbracht zu haben. Ich werde nun nach Indo fliegen und erstmal ein paar Wochen in Sumbawa bleiben.
Sumbawa war trotz der nicht wirklich großen Wellen echt nett. Die Zeit verging mal wieder viel zu schnell und in ein paar Tagen fliege ich nach Sydney, wo ich mir unbedingt einen Job suchen muss. Ich habe einen Job in einem Café in Bondi bekommen und aufgrund von fehlenden Wellen oft mein sauer verdientes Geld wieder verfeiert und bin deshalb wieder auf Reisen gegangen.
In Indo habe ich Caleb wieder getroffen. Zuerst waren wir auf Bali und nach dem Trip zur Visa-Verlängerung nach Singapur sind wir über Malaysia nach Nias auf Sumatra und haben zwei Wochen in Lagundry Bay abgehangen. Ich hatte irgendwie mehr erwartet von den Wellen dort. Na ja, man kann ja nicht immer Glück haben. Umso mehr Glück hatten wir auf dem Trip zu den Mentawais. Nach drei Tagen unterwegs fanden wir einen sehr schönen Lefthander. Anschließend sind wir zurück nach Bali, weil ich ja unbedingt noch nach G-Land wollte. Wir hatten so vier bis fünf Fuß hohe Wellen und es wurde von Tag zu Tag besser und größer. Eines Morgens stand die Tide so gut, dass wir in Speedies rausgehen konnten, definitiv die besten Barrels meines bisherigen Lebens. Na ja, wer hoch pokert, kann auch tief fallen. Am sechsten Tag musste ich den Preis bezahlen. Ich habe das Riff mit dem Kopf zuerst getroffen. Gott sei Dank war ein Arzt im Camp. Er hat dreieinhalb Stunden gebraucht, um mein Gesicht mit 24 Stichen wieder zusammenzuflicken. Das war natürlich das Ende meines Trips. Ich habe sofort das nächste Boot zurück nach Bali genommen und meinen Flug umgebucht. Mittlerweile sind die Narben eigentlich schon wieder ganz gut verheilt und irgendwie scheinen die Weiber drauf zu stehen.

Posted: Dezember 29th, 2006 under SURF, BERICHTE.
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PWA Aloha Classics

{GALERIE} PWAWORLDTOUR.COMNein, es ging bei den diesjährigen PWA Aloha Classics am Strand von Hookipa auf Maui nicht um die Wurst. Es ging um richtig viel Kohle. 45.000 Dollar Preisgeld standen für das Abschlussevent der Saison für Fahrer aus der ganzen Welt zum Abräumen bereit. Vom 6. bis zum 17. November kämpften {GALERIE} PWAWORLDTOUR.COMzum letzten Mal in diesem Jahr Männer wie Frauen um den glorreichen Titel in der Disziplin Wave. Insgesamt 26 Damen und sage und schreibe 65 Männer ließen sich trotz der langen Anreise mit teilweise mehreren Hundert Kilo Windsurfgepäck die Laune nicht verderben und erschienen pünktlich am Hookipa Beach Park. Obwohl sich die Besten der Besten unter ihnen befanden, lastete der {GALERIE} PWAWORLDTOUR.COMDruck auf allen Teilnehmern enorm – ist der North Shore mit seinen knochenbrecherischen Wellen doch das spirituelle Mekka für so manchen Pro. Gerangel sollte es auf den vorderen Plätzen vor allem zwischen den Favoriten Kevin Pritchard (Starboard/MauiSails), Kauli Seadi (Quatro/Naish), Josh Angulo (Angulo/Ezzy), Nik Baker (Mistral/North Sails) und Victor Fernandez Lopez {GALERIE} PWAWORLDTOUR.COM(Fanatic/Simmer Style) geben, die mit nur einem Ziel nach Maui gereist waren: Sich den Titel zu holen. Aber auch die Locals machten ihr klares Anrecht auf die Krone deutlich – immerhin ist für Francisco Goya und Jason Polakow der North Shore so etwas wie der Spielplatz hinterm Haus.

{GALERIE} PWAWORLDTOUR.COMDer erste Wettkampftag kam in typischer Maui-Manier daher: strahlend blauer Himmel, ein konstanter Wind aus Ost und Logo-hohe Wellen. Bei solchen Bilderbuchbedingungen konnte jeder seine Schokoladenseite vor den Judges vorführen. Dabei machten vor allem die Nachwuchsripper rund um Kai Lenny von sich reden. Kai, der mit seinen Eltern auf Maui lebt, besiegte mit seinen 14 {GALERIE} PWAWORLDTOUR.COMJahren den Amerikaner Kevin Ponichtera und den Briten John Skye souverän. Der zweite Tag zeigte sich weniger gut gelaunt und so wurde der angesagte Start der Damen für 10.30 Uhr Ortszeit auf den Nachmittag verschoben. Doch die Ladies hatten Pech. Der einzige Heat wurde nach 20 Minuten wegen einschlafender Winde und mangelhafter Wellen abgesagt. Ab 16.30 Uhr {GALERIE} PWAWORLDTOUR.COMdurften alle endlich an die Bar. Als hätten die Windsurferinnen und Windsurfer dem Meeresgott Neptun am ersten Tag zu oft in den Teich gepinkelt, zeigte sich dieser höchstbeleidigt und schickte auch an den darauffolgenden drei Tagen keine der sonst üblichen Weltklassewellen an den Strand. Pech für die Windsurfer, die sich nun mit der Sonne {GALERIE} PWAWORLDTOUR.COMauseinandersetzen mussten, die ungnädig vom Himmel brannte. Erst am sechsten Tag kam die Wettfahrtleitung mit der frohen Kunde: „Morgen kommen Wind und Welle.” Kaum mehr an das Gute glaubend, fiel die abendliche Party am Beach etwas moderater aus und pünktlich um Mitternacht lagen alle Surfer in den {GALERIE} PWAWORLDTOUR.COMBetten. Wer weiß, ob der Wettergott nicht doch Mitleid hatte?

Und er hatte Mitleid. An Tag 7 wurde tatsächlich die Single Elimination bei den Damen gestartet! Zuerst schindete Iballa Moreno bei den Juroren mächtig Eindruck und gewann damit die Single Elimination des Prestige-Events. Iballas Schwester Daida wurde zuvor von der topfitten Jennifer Henderson und der Japanerin Junki Nagoshi aus dem Event gekickt. So war der Weg für Iballa frei, sich den Weltmeistertitel {GALERIE} PWAWORLDTOUR.COMzu holen. Karin Jaggi musste sich hinter Iballa anstellen und bestieg damit das zweite Treppchen, nachdem sie knapp Junko Nagoshi besiegte, die während des gesamten Wettkampfs eine tadellose Leistung gezeigt hatte. Bei den Damen stand vor allem die aus Maui stammende Tatiana Howard heraus. Mit nur 20 Jahren beeindruckte sie die Zuschauer mit flüssigen und unglaublich stylischen Wellenritten. Für ihren ersten Halbfinal-Heat im Leben musste Tati sogar die Schule schwänzen – ein Vergehen, was auf Maui bestimmt nicht so schlimm geahndet wird wie in Deutschland.

Bei den Herren gab es hingegen einige Überraschungen, als der 2005er Weltmeister Kauli Seadi im Viertelfinale der Single Elimination von seinem Buddy Ricardo Campello rausgekickt wurde. Trotz dieser Leistung wurde Ricardo dann vom Starboard-Teamfahrer Levi Siver im Halbfinale geschlagen, der sich damit seinen Platz im Finale sicherte.

Im Single-Elimination-Finale der Herren schlief der Wind erneut ein und so mussten die vier Top-Fahrer Polakow, Siver, Kevin Pritchard und Angulo einen taktischen Kampf gegeneinander austragen. Niemand wollte drinnen sein, während die anderen draußen auf dem Wasser waren und womöglich eine Welle abbekamen. So testeten die Vier immer wieder gemeinsam eine Welle an und entschlossen sich dann wieder zu halsen und auf eine bessere zu warten. Mit der ganz großen Segelgarderobe beeindruckten die Windsurfer dennoch die Zuschauer am Strand, als sie trotz der miesen Bedingungen problemlos Aerials und Turns in die Wellen zirkelten. Am Ende war es nicht Polakows Tag und Siver setzte sich vor ihn. Den Kampf um den ersten und zweiten Platz trugen Pritchard und Angulo unter sich aus. Beim finalen Gong war es Angulo, der am Spot die Hosen anhatte und damit die Single Elimination gewann.

Der Finaltag bescherte Iballa Moreno den Weltmeistertitel, da sich die Wettfahrtleitung entschlossen hatte, nur die Double Elimination der Herren komplett durchzuziehen und keine Double Elimination der Damen mehr zu starten. Dafür wurde es bei den Herren umso spannender. Ricardo Campello zeigte seine beste Seite und gewann das Halbfinale der Double Elimination souverän mit sensationell performtem Goiter und spektakulären Cutbacks gegen Matt Pritchard. Dann ging es darum, die Double Elimination ebenfalls zu gewinnen. Dort lauerten bereits die gesetzten Finalisten der Single Elimination vom Vortag. Als der Viertplatzierte der Single Elimination, Polakow, als Erster gegen den Tagessieger Campello antrat, schien es, als könnten ihn nichts und niemand stoppen. 20 Jahre Wave-Erfahrung am Hookipa Beach kann man einfach nicht verleugnen und so räumte Polakow nicht nur Campello und anschließend Levi Sivers mit stylische Aerials ab, sondern machte auch Allstar Kevin Pritchard nieder. In einem atemberaubenden Battle begeisterte Polakow nicht nur die Zuschauer, sondern bewies vor allem der Jury, dass er die bessere Performance zu bieten hatte.

Während Polakow eine Spur der Vernichtung hinter sich ließ, wartete der Gewinner der Single Elimination, Josh Angulo, auf seinen Heat gegen Polakow. Auf dem Wasser zeigte sich dann, dass einen wahren Champion nichts aus der Fassung bringen kann. Angulo bewies starke Nerven und als Polakow in seinem Heat ein Monsterset an sich vorbeiziehen ließ, machte Angulo den Sack zu und sicherte sich den Eventtitel vor Polakow. Damit gehen unsere Glückwünsche an Iballa Moreno, die PWA-Weltmeisterin und Titelgewinnerin der Aloha Classics 2006, und an Kevin Pritchard, den neuen Weltmeister, sowie an Josh Angulo, den Aloha Classics Gewinner bei den Herren.

Weitere Informationen findest du unter www.pwaworldtour.com.

Posted: Dezember 29th, 2006 under WINDSURF, BERICHTE.
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Island Odyssey

{GALERIE} Stephen Whitesell„Ich habe immer daran geglaubt, dass man aus den Chancen, die man im Leben bekommt, das Beste machen müsse – also tut, was euch am glücklichsten macht!“, sagte eine grinsende Cindy Mosey, als sie die 24 weiblichen Kiterinnen begrüßte, die sich am Strand auf Fidschi um sie herum gescharrt hatten. Die Gruppe Mädels hatte sich an diesem abgelegenen Flecken Erde für die „Cindy Mosey Odyssey“ getroffen – ein All-Girl-Kitesurfing-Abenteuer, bei dem es eine ganze Woche lang nur um Freundschaften, Spaß und Lernen gehen sollte. Die Idee für ein solches Camp war während eines Contests in Österreich aufgekommen, als es mal wieder die Herren waren, die das dicke Preisgeld und das Medien-Coverage absahnten, während die Damenwelt wie so oft in die Röhre gucken musste. „Wir haben uns da schon sehr drüber aufgeregt“, sagte Cindy. „Über ein Jahr lang habe ich darüber geredet, ein Event nur für Frauen zu machen, wo die Girls das gesamte Coverage der Medien bekommen und dazu noch ein hübsches {GALERIE} Stephen Whitesell{GALERIE} Stephen Whitesell{GALERIE} Stephen WhitesellSümmchen Preisgeld erhalten würden. Schließlich läuft es ja nur so: Je mehr Mädels man beim Kiten sieht, desto mehr Mädels fangen mit dem Sport auch an.“ Für Cindy war die perfekte Location nicht irgendein super Kitesurfspot. Sie wollte, dass der Event nicht nur für die Girls, sondern auch für die Gastgeber unvergesslich werden würde. So entschied sie sich für Kadavu, {GALERIE} Stephen Whiteselleine kleine Inselgruppe vor der Küste von Fidschis größter Insel Viti Levu. Auf Kadavu leben 12.000 Menschen in traditionellen Behausungen und Dörfern. Es gibt keine Straßen; Touristen besuchen nur selten die Insel. Jeder Weg wird mit dem Boot bestritten und lädt zu einer kleinen Reise durch blaue Lagunen vorbei an steilen Klippen und bergigem Gelände ein. Der Besuch von Kadavu {GALERIE} Stephen Whitesellgleicht einer Zeitreise. Der Name bedeutet eigentlich „Essen, dann Schlafen“, aber die Locals kennen Kadavu unter New Zealand-a-lei-lei oder auch Little New Zealand, da es hinsichtlich der Vegetation dem großen Neuseeland sehr ähnelt – auch mit dem Wind. Das Tourismusbüro von Fidschi war sofort Feuer und Flamme, als es von dem Event hörte, und half bei der Suche nach unberührten {GALERIE} Stephen WhitesellKitespots. Schon bald sprang auch die Regierung mit auf den Plan und bot sich als Sponsor an.

Los geht’s!
Als die Maschinen der kleinen Chartermaschinen von Sun Air losbrummten, hörte man Freudenschreie aus den vielen Mündern der Mädels. Der Zubringer hatte drei Maschinen zugesagt, stattdessen schickten sie uns fünf – zwei fürs Material und {GALERIE} Stephen Whiteselleine weitere für die amtierende Weltmeisterin Kristin Boese, die ihren Anschlussflug in Sydney verpasst hatte. Nachdem die Maschinen gelandet waren, wurde die Gruppe in die Fidschi-typischen Langboote gesetzt und zum Kenia Resort hinübergefahren. Knapp eine Stunde dauerte diese Bootsfahrt; während dieser Zeit tauchten nur wenige Siedlungen auf. Langsam sackten die Eindrücke {GALERIE} Stephen Whitesellin die Gemüter. „Oh mein Gott“ entfuhr es einer fassungslosen Laurel Eastman, als sie das Kenia Resort erblickte. Der Besitzer des Resorts hatte eine exakte Liste von Cindy abarbeiten müssen, mit den Dingen, die vorhanden beziehungsweise absolut nicht vorhanden sein durften (so etwas wie zum Beispiel Hundescheiße). Und so wurde aus dem verlassenen Resort eine wunderschöne {GALERIE} Stephen WhitesellAnlage mit einer neuen Lounge, Beachfront-Hütten und einer extra Lounge nur für die traditionelle Kava-Zeremonie. Die Bewohner kamen am Abend aus ganz Kadavu, um die Girls und die Event-Crew mit einem Blumenkranz und einer Schale Kava zu begrüßen.

Das Leben der Bewohner auf Fidschi dreht sich seit Jahrtausenden um das {GALERIE} Stephen WhitesellGetränk Kava, das aus den Wurzeln des Kava-Baumes gemacht wird. Indem sie das Getränk zu sich nehmen, gedenken sie der Toten oder besprechen Dinge des dörflichen Lebens. Oder aber sie begrüßen und verabschieden ihre Besucher. Die Älteren segneten Cindy und die Mädels ganz schüchtern und wünschten ihnen einen windigen Aufenthalt. Nach einer Nacht voll Kava und Tanz schliefen die {GALERIE} Stephen WhitesellKiterinnen selig in ihren Betten, während im Hintergrund die Gitarrenklänge in den Palmen wogen.

Am Morgen wachten die Mädels bei beständigen 20 Knoten Wind auf. Sofort machten sich alle auf den Weg nach Nagara Pt, wo sich türkisblaue Lagunen vor unseren Augen erstreckten. Die Mädels sammelten sich für ein Sicherheits-Briefing am {GALERIE} Stephen WhitesellStrand, das von der Engländerin Andreya Wharry durchgeführt wurde. Eine Scheibe Papaya und eine herrlich scharfe Kokosnuss-Suppe kamen als Mittagessen gerade recht. Nun konnten die Girls sich in Gruppen darüber coachen lassen, wie man springt, rotiert oder unhooked Manöver fährt. PKRA Nummer Drei, Anja Grzelinska, fand sich mit der Engländerin Sue Greatrex zusammen, um an ihren Raleys zu arbeiten: „Anfangs hatte ich schiss vor Anja, weil sie so hart ist und anscheinend keinen Schmerz kennt. Aber sie hat mir alles sehr gut erklärt und jetzt habe ich die ersten Versuche auch schon gemacht und freue mich riesig.“
Die Versuche wurden von einer Hand voll Inselbewohnern beobachtet, die am Himmel Fallschirme gesehen hatten und der Sache auf den Grund gehen wollten. Bald darauf kamen auch schon die ersten Jungs aus dem Dorf, die gerne eine Unterrichtsstunde bekommen wollten. Doch wie sich herausstellen sollte, mussten sie noch eine Weile warten … Über Nacht war nämlich der Wind verschwunden, was für die Damen eine super Gelegenheit war, die Unterwasserwelt der Insel genauer zu erkunden.
Am nächsten Morgen blies es fast die Palmen um, als das Kenia Resort von 50 Knoten Wind unter Beschuss genommen wurde. Alle Girls sorgten für ein ordentliches Frühstück mit Müsli und frischem Obst – schließlich sollte es ein anstrengender Tag auf dem Wasser werden. Bei heulendem Wind erklärte Cindy noch einmal die Sicherheitsbestimmungen, dann ging es los mit einer Freestyle-Competition für die Profikiter. „Es war ziemlich starker Wind und eigentlich hatte ich nicht so richtig Lust auf einen Wettkampf, aber die Mädels am Strand feuerten uns mächtig an und das war schon ziemlich toll“, sagte Kristin Boese später. Kristin wurde auch gleich Erste, Anja Grzelinska Zweite und Petra Groeschl Dritte. Der geplante Besuch der Nachbarinsel Waisomo musste aufgrund des starken Windes gecancelled werden.
Am kommenden Morgen wachten die Ladies erneut durch das Heulen des Windes auf, der die Palmen schüttelte. Man packte seine Sachen, um ein Team-Race downwind von Jo’s Place nach Nagara Pt zu veranstalten. Die „social division“, also die Girls, die keine Profikiter sind, machten sich auf, ihren ersten Wettkampf auszutragen, was für viele Girls ein echter Spaß war. Jeder, der Hilfe brauchte, konnte sich vertrauensvoll an Cindy oder Kristin wenden, die bereits Top-Fahrer sind, aber keine Scheu haben, den Anfängerinnen zu helfen.
Nach dem Mittag sollte es endlich nach Waisomo gehen – schließlich warteten dort Schulkinder mit einer extra einstudierten Aufführung auf die Mädels. In der traditionellen Kleidung sangen und tanzten die Kinder vor ihren Gästen.
Es war schwer nach so einer Woche allen Beteiligten Lebewohl zu sagen und der traditionelle Abschiedsgesang der Angestellten des Resorts machte dies auch nicht leichter. Jedes Mädel hatte für sich einen langen Weg zurückgelegt, um nach Kadavu zu kommen. Manche waren bis zu 30 Stunden mit dem Flugzeug unterwegs gewesen. Und dennoch hatte sich das alles gelohnt. Cindys Traum, ein „All-Girls-Kite-Adventure“ zu machen, war ein voller Erfolg. „Ihr wart es, die dieses Event so unvergleichlich gemacht habt!“, sagte Cindy während der Preisverleihung „ihren“ Mädels, bei der jede mit einem neuen Kite oder Board von North Kiteboarding vom Podest stieg. „Es gab keine heißen Duschen, keinen großen Pool oder schicke Hotelräume. Ich wollte euch einen Sinn für das Abenteuer geben. So viele Freundschaften sind in dieser Woche entstanden und wir sind zu einer großen Familie geworden. Das war es, was ich erreichen wollte.“

Für weitere Informationen über die Fidschis gehe auf die folgenden Webseiten: Air Pacific (www.airpacific.com), Touristeninformation (www.bulaFidschi.com), Sun Air (www.sunair.to).

Posted: Dezember 29th, 2006 under KITE, BERICHTE.
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Rip Curl Himalaya Search presented by Sprite

{GALERIE} Dan WarbrickEisige Kälte und ein Wind, der durch jede Pore der Goretex-Bekleidung zu ziehen scheint. Der Wind zerrt an der Kleidung, treibt den Schnee ins dicht vermummte Gesicht. Bei minus 40 Grad frieren die Augenbrauen ein, die Wimpern und die kleinen Härchen auf dem Gesicht. Jede Grimasse, jedes Wort, das man formulieren möchte, sind mit großer Anstrengung verbunden. {GALERIE} Dan WarbrickNoch zwanzig Meter bis zum sicheren Ziel. Aber die Schritte sind schwer. Jeder Schritt tut in der Lunge weh. Das Atmen auf 5000 Meter Höhe ist eine Herausforderung für sich …

Dieses Szenario stammt nicht aus einem Reinhold-Messner-Buch, sondern blüht den Teilnehmern von Rip Curls {GALERIE} Dan Warbricknächstem „the Search”-Projekt: der Rip Curl Himalaya Search presented by Sprite. Denn das Rip-Curl-Team plant für Februar 2007 die Wiederholung einer außergewöhnlichen Aktion. Vier internationale Teamrider werden den höchsten Kicker der Welt im Schnee bauen. Und das nirgends sonst als im Himalaya, dem höchsten Gebirge der Welt. {GALERIE} Dan WarbrickWenn sie ihre Aufgabe unter diesen Extrembedingungen, die schon so manchen erfahrenen Bergsteiger zum Abstieg gezwungen haben, schaffen, winkt ihnen sogar noch eine ganz besondere Auszeichnung: der Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde! Die vier Rider sind keine unerfahrenen Hasen im Ski- und Snowboardzirkus. Baptiste {GALERIE} Dan WarbrickCollomb-Patton aus Frankreich, Andy Finch aus den USA, Chris Booth aus Australien und Per Loken aus Norwegen werden sich am 10. Februar gemeinsam von ihrem Basecamp in Nepal auf die 16-tägige Expedition machen. Unter klimatisch anstrengenden Bedingungen werden sie versuchen, in einer Landschaft, die ebenso unfreundlich wie karg ist, ihren Weg zum Mount Everest {GALERIE} Rip CurlBasecamp zu erkämpfen. Dort oben wehen mitunter Winde von bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Die Temperaturen sinken auf bis zu minus 60 Grad Celsius. Diese brutalen Konditionen haben dem Mount Everest den Spitznamen „Der dritte Pol” eingehandelt. Um nicht an der gefährlichen Höhenkrankheit zu erkranken, müssen sich die vier Jungs mindestens fünf Tage akklimatisieren, nachdem sie mit dem Flugzeug in Jomson auf 2800 Meter Höhe angekommen sind.

Danach beginnt der Aufstieg von Jomson nach Kagbeni, was auf 2800 Metern liegt. Es folgt Muktinath auf 3750 Metern, dann kommt das härteste Stück über das Thorong Valley auf über 5415 Meter Höhe. Ab hier fangen die ersten Symptome der Höhenkrankheit an – der Körper muss einfach härter arbeiten. Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Kurzatmigkeit und Gleichgewichtsschwierigkeiten sind der Zoll, den die vier Jungs für ihr Abenteuer zahlen müssen. Wenn sich alle an diese Extrembedingungen gewöhnt haben und sich fit fühlen, nimmt sie ein Helikopter an Bord und bringt sie ins westliche Gebiet der Annapurnaregion. Im Angesicht des Mount Everests und des Annapurnas werden sie dann den höchsten Kicker der Welt bauen. Wenn dieser fertig gestellt ist, beginnt der Spaß und die Jungs machen von ihrem selbst gebauten Kicker die spektakulärsten Moves – in 5000 Meter Höhe! Begleitet werden die Extremsportler bei diesem unvergleichlichen Abenteuer von einem Team aus Bergführern und Everest-Aufstiegsspezialisten.

Infokästen:

Höhenkrankheit:

Mit dem Abnehmen des Luftdrucks bei steigender Höhe nimmt auch der Sauerstoff pro Kubikmeter Atemluft ab. Dadurch nimmt zunächst die Sauerstoffaufnahme in der Lunge ab und es tritt eine Sauerstoffunterversorgung ein, da die körpereigene Atemregelung sich vor allem nach dem Kohlendioxidgehalt des Blutes richtet, dessen Gehalt im Blut bei abnehmendem Luftdruck nicht steigt. Bemerkt man beim Bergaufstieg akute Symptome der Höhenkrankheit, sollte man den Abstieg beginnen, in schweren Fällen sich evakuieren lassen, da sich die Symptome auch beim Verweilen auf gleicher Höhe meist noch verstärken und im Extremfall zum Tod führen können.

Die Rider

Baptiste Collomb – Patton (Frankreich)

Baptiste kommt aus Clusaz in Frankreich und ist ein ganz unkonventioneller Zeitgenosse. Regeln und Training interessieren ihn meist einen feuchten Kehricht. Sein Können liegt eindeutig im Aerial Freestyle, mit dem er bereits das Taiwan Big Air Camp 2005 gewonnen hat. Dieser Kollege ist ohne Zweifel bereit für das Abenteuer Himalaya!

Andy Finch (USA)

Seine 85 Kilo verteilt auf 1 Meter 70 haben Andy den Spitznamen „the Pitbull” eingebracht. Andy ist international einer der besten Freestyler und hat im vergangenen Jahr die European Open in Laax gewonnen. Beim Arctic Challenge hat Andy, ebenfalls im vergangenen Jahr, die höchste Punktzahl für den fettesten Airtrick erhalten. Bei den Olympischen Winterspielen in Turin endete er auf Rang 12. Hinter diesem Pitbull-Image steht ein sensibler Geigespieler und erfahrener Surfer!

Chris Booth (Australien)

Mit 13 Jahren war Chris Booth beim Freeskiing Championship in Whistler, Kanada, völlig unbekannt. Vier Tage später hatte sich das schlagartig geändert. Jetzt gehört Booth zur Weltelite der Freeskier und nimmt an Top-Events in der ganzen Welt teil. Er ist definitiv einer der besten Fahrer aus Australien, der die Welt nach den besten Freeride-Plätzen absucht – im Himalaya sollte es ihm also gefallen.

Per Loken (Norwegen)

Dass Skandinavien die besten Freestyler produziert, ist kein Geheimnis. Dieser norwegische Boarder fährt auf allem, was ihm in den Weg kommt: Parks, Pipes, Rails, Bäumen, Tischen, Gehwegen, Autos, Flüssen … Er macht das Ganze aus Spaß und nicht, weil er sich mit anderen messen möchte.

{GALERIE} Dan WarbrickDas Free-Magazin hatte die Gelegenheit, Andy Finch in München zu treffen und ihm ein paar Fragen zu stellen.

FM : Erzähl doch mal, wer du eigentlich bist?!
AF : Mein Name ist Andy Finch und ich komme aus Truckee in Kalifornien. Ich bin 25 Jahre alt und habe diesen Sommer geheiratet! Seit vier {GALERIE} Fekix St. Clair-RenardJahren bin ich Teamrider bei Rip Curl. Eigentlich versuche ich, die gesamte TTR-Tour mitzufahren – letztes Jahr wurde ich sogar Fünfter! Mein größtes Ziel war jedoch im letzten Jahr die Qualifikation für die Olympischen Spiele und ich musste dafür große Opfer bringen. Ich konnte kaum Photoshootings machen und hatte auch keine Zeit für richtige Videodrehs. Ende vom Lied – ich schaffte die Qualifikation und war Teil des US-Teams in der Halfpipe. Dummerweise brach ich mir beim Training das Handgelenk. Mit fetten Schmerzen wurde ich insgesamt immerhin noch Zwölfter. Mein Ziel für diese Saison? So viele Photo- und Videoshootings mitzunehmen, wie es nur irgend geht!

FM: Ihr habt letztes Jahr auch schon so einen crazy Trip mit Rip Curl gemacht. Die Photos dazu haben wir im Free abgedruckt. Wie war das?
AF: Letztes Jahr hat Rip Curl einige Teamfahrer für ein Photoshooting nach Neuseeland einfliegen lassen. Das waren Per Loken, Chris Coulter und ein paar andere Typen. Die Idee war es, ein Stück von Neuseeland zu erkunden und Gebiete zu befahren, wo vorher noch keiner war. Uns standen ein Flugzeug und ein Heli zur Verfügung und wir mussten uns nur auf die Hänge konzentrieren. Das hat wirklich geschockt und wir haben uns da unten geile Kicker gebaut!

FM: Wenn ihr jetzt ins Himalaya-Gebirge fahrt, wollt ihr so etwas Ähnliches machen wie in Neuseeland, nur dass die Region eben viel höher und gefährlicher ist.
AF: So ist das! Als die Jungs von Rip uns das zum ersten Mal vorschlugen, waren wir alle begeistert! An diese Location hatte ich im Traum noch nicht gedacht. Mein zweiter Gedanke war, dass ich gehört hatte, es gehe da drüben schon ein bisschen mehr zur Sache als in anderen Gebirgen. Meine dritte Sorge galt den Schneebedingungen in diesen Höhenlagen. Die Suche nach den besten Terrains wird in unseren und den Händen unsere Guides liegen. Ich habe schon viele Fotos angeschaut und weiß, dass es dort eine Menge unberührter Hänge geben wird, wo man unglaubliche Kicker bauen kann! Hauptsache Powder – der Rest wird sowieso legendär!

FM: Wie bereitest du dich auf einen solchen Trip vor?
AF: Ich sollte auf jeden Fall wenig Zeit auf Meeresspiegel-Ebene verbringen und stattdessen in die Skiresorts fahren, also in gewisse Höhenlagen. Das gesamte Team wird sich einige Tage ein Camp auf dem Tignes Gletscher aufbauen, um sich dort an die Höhe von 3500 Metern zu gewöhnen. Ich denke, wir sind dort drei Tage und Nächte. Danach fahren wir nach Chamonix und verbringen ein paar Tage auf der Aiguille du Midi Lift Station – die liegt auf 3900 Meter Höhe. Da war ich übrigens auch noch nicht. Wird bestimmt cool. Das höchste Skigebiet, was ich bisher besucht habe, war in Colorado auf 4000 Metern. Wir werden euch auf dem Laufenden halten!

Posted: Dezember 29th, 2006 under BERICHTE.
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Finding Nemo: Was macht Frank Baensch eigentlich auf Hawaii ?

{GALERIE} Garzke/FranovaWer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt, dass alle Bewohner Hawaiis ausschließlich surfen und den lieben langen Tag am Strand den Aloha-Spirit leben? Wir kennen einen, der zwar ein ausgezeichneter Windsurfer ist, aber dennoch ein für ihn weit wichtigeres Ziel im Leben verfolgt, als ausschließlich One-handed-Backloops in Jaws zu springen. Der Deutsche {GALERIE} Garzke/FranovaFrank Baensch ist Meeresbiologie in Ohau und züchtet seltene Meereszierfische, für die er auch gerne mal eine Surfsession am Diamond Head unterbricht.

FM: Wolltest du schon immer Meeresbiologe werden?
FB: Nee, das hat sich immer geändert. Erst war’s Bauer, dann Taucher und, wenn ich mich recht erinnern kann, als Letztes Veterinär.

{GALERIE} Garzke/FranovaFM: Du hast deine eigene Firma auf Hawaii. Was genau macht ihr bei „Reef Culture Technology“?
FB: RCT entwickelt Meereszierfisch-Zuchtprotokolle. Fast alle Meereszierfische werden heutzutage noch gefangen. Wir spezialisieren uns auf die Gruppen, die häufig im Handel vorkommen und noch nicht gezogen sind. So ist uns zum Beispiel nach fünf Jahren Forschung die Zucht von Zwergkaiserfischen gelungen.

FM: Und warum sollte man das wollen?
FB:. Verglichen zu den Süßwasserfischen, von denen über 90 Prozent gezogen sind, werden fast alle Meereszierfische wild gefangen. Die Zucht {GALERIE} Garzke/Franovader meisten Meeresfische ist schwieriger durch ihren komplizierten Lebenszyklus. Die Auswirkungen des Rifffischfangs sind destruktiv. Riff-Lebensgemeinschaften werden zerstört, seltene Meeresfischarten werden ausgerottet und ein großer Prozentsatz der gefangenen Fische stirbt. Durchschnittlich einer von zehn überlebt den Transport vom Riff über die verschiedenen Händler zu dem Aquarianer. Forschung über die Nachzucht unser Meerestiere ist zentral für die Gesundheit unser Meere.

{GALERIE} Garzke/FranovaFM: Ich habe gehört, dass du eine Menge von deinem Vater gelernt hast. Ist er nicht auch ein großer Fischfutterlieferant?
FB: Mein Vater hat vor über 50 Jahren das erste Zierfischflockenfutter entwickelt (TetraMin). Damals konnte man die meisten Fischarten nur umständlich mit Lebendfutter erhalten. TetraMin hat vielen Menschen ermöglicht, in die Aquaristik einzusteigen, weil man mit dem Futter leicht Fische gesund und auf Dauer halten konnte. {GALERIE} Garzke/FranovaIch bin natürlich durch ihn in die Fischwelt eingestiegen. Mit drei Jahren war ich angeblich schon ständig mit dem Kopf im Aquarium. Mein Vater hatte ein sehr umfangreiches Wissen, besonders was die Natur betraf. Dieses hat er gerne an andere Menschen weitergeben. Ich hatte das Glück, sein Sohn zu sein!

FM: Aufgewachsen bist du aber nicht auf Hawaii, oder?
FB: Nein, vor 30 Jahren ist mein Vater mit meiner {GALERIE} Garzke/FranovaMutter auf die Bahamas ausgewandert. Geboren bin ich in Hannover. Osnabrück steht immer noch als erster Wohnort in meinem Pass.

FM: Auf den Bahamas hast du angefangen zu surfen?
FB: Ja, genau, meine Mutter brachte es mir vor 27 Jahren bei. Mensch, das ist ja lange her! Und ich habe es gehasst! Ich habe in den ersten Jahren geschrien wie ein verrücktes Huhn, so {GALERIE} Garzke/Franovaerzählt man es mir jedenfalls. Mein damaliges Material war schwer und hart zu steuern und wir hatten meist ablandigen Wind. Das führte oft zu nichts Gutem. Aber die Herausforderung und Verbindung mit dem Meer haben mich immer wieder aufs Brett zurück gebracht, bis es mir nach ein paar Jahren und mit besserem Material endlich Spaß gemacht hat.

FM: Welche Erfindung beim Windsurfing ist für dich unentbehrlich geworden?
{GALERIE} Garzke/Franova FB: Windsurfing hat sich in den letzten 30 Jahren unglaublich entwickelt. Ich habe auf einem Plastic/Styropor-Windsurfer mit Holzcenterboard, Dreiecksegel, Holzgabelbaum und Holzextension gelernt. Der ganze Tanker wog bestimmt 25 Kilo. Ich glaube, damals gab es noch keine Trapeze, Fußschlaufen, Segel mit Battens oder Epoxy-Bretter. Jedenfalls bestimmt nicht in meiner Gegend. Wer könnte diese Entwicklungen heutzutage schon entbehren?

FM: Was gefällt dir so gar nicht an der Entwicklung des Windsurfens?
FB: Eigentlich gar nichts. Allerdings verfolge ich heutzutage den Sport nicht mehr so wie früher. Hier auf Oahu haben leider viele das Windsurfen aufgegeben. Man fühlt sich oft fast einsam auf dem Wasser. Es wäre schön, ein bisschen mehr Nachwuchs zu sehen.

FM: Wie kam es eigentlich dazu, dass ihr nach Hawaii gezogen seid?
FB: 1991, während meines Bachelor Studiums in Florida, hatte ich die Chance über das College hier für einen Monat einen Marinebiologiekursus zu machen. Hawaii hat mich natürlich schon immer durchs Surfen gelockt, aber so eine tolle Kombination von Menschen, Wetter, Meer und Lebensstil hatte ich nicht erwartet. Keine Frage. Dies war mein Platz. Schon ein Jahr später, nach meinem College-Abschluss, war ich an der Universität für ein Aquaculture Master Studium eingeschrieben und da ging es natürlich nachmittags nach dem Unterricht aufs Wasser.

FM: Wie kam es dann, dass du ins Naish-Team aufgenommen wurdest?
FB: Als ich nach Hawaii zog, hatte ich einen Brettsponsor aus Florida. Die funktionierten zwar gut zum Springen und für Tricks, taugten aber nichts in der Welle. Naish Customs war hier die unangefochtene Nummer 1 in der Welle. Nach einem Jahr auf einem gebrauchten Naish haben mich Rick und Carol Naish mit Brettern unterstützt. Die nächsten drei Jahre war ich viel mit Ezzy Segeln unterwegs. In der Zeit haben Robby und ich öfter zusammen gesurft. Eines Tages hat er mich gefragt, ob ich interessiert wäre, seine Segel zu fahren. Natürlich habe ich mir diese Chance nicht entgehen lassen.

FM: Hast du denn als Windsurfer auch Erfolge feiern können?
FB: Kleine Erfolge hier und da, aber eigentlich habe ich mich nie aufs Contestfahren spezialisiert. Ich war durch das Studium weniger flexibel als meine Freunde, die World Cups fuhren. Mein einziger PWA-Contest war 1994 auf Barbados. Wir hatten zwölf Tage Flaute und mussten die ganze Zeit am Beach rumhängen. Die Erfahrung hat mich von der ganzen Contest-Szene sehr abgestoßen. Zu viel Zeitverlust liegt mir nicht.

FM: Wie oft bist du jetzt noch auf dem Wasser bei deinem Job? Wir haben gehört, dass du höchstens drei Stunden surfen gehen kannst, weil dann die kleinen Fische Hunger haben und auf Papa Frank warten!
FB: Das kommt immer drauf an, wie die Bedingungen sind. Während der Zuchtmonate (April bis Dezember) ist meine Zeit sehr knapp. Die Routine erlaubt mir gute zwei Stunden auf dem Wasser. Meist gehen die Kleinen vor und ich halte mich daran. Aber wenn die Bedingungen so richtig gut werden, wird’s kritisch. Meine höchsten Verluste stimmen ziemlich oft mit den Tagen überein, wo wir so richtig dicke Wellen hatten …

FM: Die armen Fische. Und wo findet man dich bei richtig guten Bedingungen?
FB: Am Diamond Head. Der Spot ist zehn Minuten von meinem Zuhause entfernt und hat sehr abwechslungsreiche Bedingungen. Es macht mir nach zwölf Jahren immer wieder Spaß da zu surfen.

FM: Was ist dein nächstes Lebensziel?
FB: Ich arbeite zurzeit an meiner Doktorarbeit. Danach will ich mich mehr dafür einsetzen, die Vernichtung der Riffe zu verhindern. Und zwar nicht nur durch die Nachzucht, sondern auch durch das Einrichten von Naturschutzgebieten. Zumindest dort, wo so etwas noch möglich ist.

FM: Eine letzte Frage: Welches Talent hättest du gerne?
FB: Ich habe überhaupt keinen Tanzrhythmus! Das hätte ich auf den Bahamas gut gebrauchen können …

Posted: Dezember 28th, 2006 under WINDSURF, BERICHTE.
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Beau Young - Portrait of a surfing musician

„Ich schätze, es ist so, als wäre man mit jedem anderen Vater aufgewachsen, bis man versteht, dass er Alexander der Große ist.“ (Beau Young){GALERIE} 01_Beau_Young.jpg
Beau Young ist ein schweres Erbe angetreten, denn Beaus Vater ist die australische Surflegende Nat Young. Nat prägte in den 1960er Jahren weltweit die Surfszene, als er als einer der Ersten ein Shortboard auf den Markt brachte und den Shortboardstyle etablierte. In den 80er Jahren war er für die Renaissance der aus der Mode gekommenen Longboards mitverantwortlich. {GALERIE} 08_Beau_Young.jpgBis heute ist der viermalige Weltmeister aktiver Celebrity-Surfer an seinem Homespot Angourie in Australien. Keine leichte Sache, ein so großes Paar Schuhe auszufüllen. Und dennoch hat es Beau Young geschafft, vom „Sohn“ zu einem eigenständigen „Mann“ zu werden. Mit Aufs und Abs, wie man es bei einem so berühmten Vater-Sohn-Gespann erwarten darf, hat Beau sein eigenes {GALERIE} 07_Beau_Young.jpgLeben in die Hand genommen und allen gezeigt, dass er nicht im Schatten seines Dads steht, sondern mindestens ebenso viel Talent besitzt. Nicht nur beim Surfen. Bereits zwei Mal hat Beau den Weltmeistertitel beim Longboarden ersurft. Das letzte Mal im Jahre 2003. Doch Wettkämpfe sind nicht sein Ding. Vielmehr konzentriert sich der Australier auf seine wahre Leidenschaft: die {GALERIE} 06_Beau_Young.jpgMusik. Wie auch schon andere Surfer vor ihm verbindet er auf eine ihm eigene Art die Musik mit dem Wasser. „Für mich gehört beides einfach zusammen. Ohne Musik könnte ich nicht surfen und ohne das Surfen könnte ich keine Musik machen“, erzählte uns Beau im Interview. Seiner in 2005 herausgekommenen CD „Waves of Change“ wird im Januar 2007 das zweite Album mit dem {GALERIE} 05_Beau_Young.jpgNamen „One Step at a Time“ folgen. Im Interview mit dem Free-Magazin-Longboard-Experten Brian Bojsen erzählte uns Beau von seiner Musik und seinem Leben in Byron Bay, Australien.

FM: Beau, erzähl mir doch ein bisschen über dein Leben in Australien als Sohn einer Surflegende.

{GALERIE} 04_Beau_Young.jpgBY: Ich hatte eine wundervolle Kindheit am Strand. Jeden Tag war ich am oder auf dem Wasser, alle meine Freunde hingen mit mir am Strand ab und die Freunde meiner Eltern waren auch am Strand. Unsere ganze Familie, mein Vater, meine Mutter, mein Bruder und meine Schwester – {GALERIE} 03_Beau_Young.jpgwir alle sind Surfer und haben schon immer viel Zeit am Wasser verbracht. So hat sich mein ganzes Leben schon immer ums Meer gedreht. Die Beziehung zu meinem Vater hat zwei Gesichter: Zum einen ist er mehr als mein Vater. Er ist mein bester Freund und wir machen wirklich alles zusammen. {GALERIE} 02_Beau_Young.jpgWir gehen zusammen surfen, wir spielen Tennis, machen gemeinsam Musik und haben eine Menge Spaß. Die andere Seite ist die, dass er nun mal eine Surflegende ist und die Geschichte des Surfens weltweit enorm beeinflusst hat. Er hat die Grenzen des Surfens geöffnet, hat die Entwicklung vom Longboard zum Shortboard mit initiiert; er ist sehr in die Politik Australiens involviert und ein verdammt bekannter Typ auf der ganzen Welt. Das kann natürlich schwierig sein, aber für mich und meine Familie ist er ein Geschenk, weil er ein toller Mensch ist.
FM: In den letzten Jahren bist du sehr aus dem Schatten deines Vaters herausgetreten und hast allen deinen eigenen Surfstyle bewiesen. Waren die gewonnenen Weltmeisterschaften dein privater Höhepunkt?
BY: Ich muss ehrlich zugeben, dass mir surfen in Wettbewerben in den letzten zwei Jahren wenig Spaß gemacht und sich eher wie ein Job angefühlt hat, den ich erledigen musste. Rauszupaddeln und gegen einen Freund anzutreten, nur um am Ende Geld zu erhalten – das fühlt sich für mich irgendwie nicht richtig an. Ich bin alle möglichen Shapes gefahren, damit man mich nicht in eine bestimmte Box stecken konnte oder mich auf einen bestimmten Style festlegte. Mir geht es um das meditative Surfen, die Verbindung zum Ozean, um danach meine Gefühle in einem Song auszudrücken – das passt einfach nicht zum Contest-Surfen. Ich musste feststellen, dass ich lieber aus reinem Spaß an der Freude surfen gehe. Deshalb sind auch die Weltmeistertitel für mich nicht mehr ganz so entscheidend.

FM: Du hast dich in den letzten Jahren verstärkt auf deine Musik konzentriert und deine ersten Alben produziert. Ist das deine Zukunft?
BY: Ja, auf jeden Fall. Ich bin Musiker und habe eine super Band hinter mir. Das Album von mir ist mittlerweile schon zwei Jahre auf dem Markt, aber es ist nicht ganz so einfach, so etwas unters Volk zu bringen. Ich würde schon gerne nach Europa kommen und Konzerte geben. Die Musik lässt mich eins werden mit den Zuhörern, die Freude an der Musik haben. Es ist so wie Surfen, wo es um Freude und Spaß geht. Das ist ein gutes Gefühl.
FM: Kannst du deine Musikart mit irgendetwas vergleichen?
BY: Die meisten Leute sagen, dass sie in meiner Musik ein bisschen Cat Stevens oder Bob Dylan hören. Der Vergleich gefällt mir, denn es ist meiner Meinung nach die beste Musikperiode – damals mit Neil Young und so. Hier geht es nicht nur um die Melodie, sondern die Worte, die gesungen werden, sind wichtig, die gesamte Kombination von Melodie und Worten. Wenn ich Bob Dylan oder Neil Young höre, habe ich das Gefühl, dass sie gerade surfen, während sie spielen. Diese Jungs verstehen die Surfer. Meine Musik bin ich. Ich habe darauf keinen Einfluss, außer vielleicht meine Freunde und meine Familie.
FM: Bekommt man deine Platten auch in Deutschland?

BY: Ja, zum Beispiel auf meiner Webseite www.beauyoung.net. Wir haben einen internationalen Shop, wo man meine CD kaufen kann.

FM: Du sagst, es gibt bald eine neue CD von dir?

BY: Ja, genau, wir haben gerade die Produktion beendet. Das Album wird „One Step at a Time“ heißen. Es kommt in Japan und Australien im Februar raus. Es wäre ein Traum, das auch in Europa rauszubringen. Bisher hatte ich noch keine Möglichkeit dazu, aber irgendwann machen wir das auch noch!

FM: Wenn du eine Minute hättest und du könntest mit jedem in der Welt reden, was würdest du sagen?

BY: Ich würde sagen: Es ist egal, wie viel Geld du verdienst, es ist egal, welche Hautfarbe du hast, es ist egal, woran du glaubst – das Einzige, was wirklich zählt, ist, dass wir alle eins sind und an die Natur glauben, damit unsere Erde überleben kann.

FM: Was hasst du?

BY: Ich versuche wirklich, dass ich dieses Gefühl nicht hege, denn ich versuche immer zu tolerieren. Klar, kleine Dinge mag ich nicht, wie zum Beispiel die giftigen Bluebottle-Quallen hier bei uns in Australien, oder es gibt Menschen, die mich manchmal in den Wahnsinn treiben, aber ich „hasse“ sie nicht. Das Gefühl kenne ich nicht.

FM: Wer hatte als Kind am meisten Einfluss auf dich?

BY: Das war definitiv meine Mutter. Sie ist eine tolle Person und ich bin sehr stolz, dass ich sie habe.

FM: Gibt es jemanden, der dich heute beeinflusst?

BY: Jack Johnson hat hier in Byron Bay ein Häuschen und wir waren gerade heute Morgen zusammen surfen. Ich würde sagen, dass ich von dem, was er macht, inspiriert werde, auch wenn meine Musik ganz anders ist. Aber es beeinflusst mich schon, denn er zeigt, worum es beim Surfen wirklich geht und kommuniziert dies in einer speziellen Sprache. Als ich damals mit Longboarden anfing, war ich definitiv beeinflusst von meinem Vater Nat und meinem besten Freund Joel Tudor. Sie waren zum damaligen Zeitpunkt die einzigen Longboarder, die ich kannte, und ich habe eine Menge Zeit mit ihnen verbracht. Sie haben mir viel beigebracht und sind dafür verantwortlich, dass ich so eine starke Liebe zum Longboarden und Surfen verspüre.

FM: Welches ist dein Lieblingsinstrument und was ist dein liebstes Surfboard?

BY: Das ist meine akustische Gitarre. Ich besitze eine wunderschöne Konzertgitarre. Die war preislich sicherlich die günstigste, die man kriegen konnte, aber ich besitze sie seit vier Jahren und spiele jeden Tag auf ihr. Manchmal spiele ich sechs Stunden am Tag. Sie ist schon ziemlich runtergekommen, allein vom vielen In-die-Hand-Nehmen. Aber ich liebe sie. Der Gedanke, dass sie im Flugzeug kaputt gehen könnte, macht mir Angst, aber ohne sie könnte ich nie verreisen. Und dann gibt es da noch mein Surfequipment. Ich liebe mein 9′1 Longboard. Ich habe es mir so fertig gemacht, dass es genau meinen Ansprüchen gerecht wird. Ich habe den Rocker verändert und die Kanten, das Tail und den Boden, den Flex in den Finnen – ich habe eine gute Kombination gefunden und es macht mir großen Spaß, das Board zu fahren. Es hat einen wunderschönen Flow.

FM: Was ist dein Lieblingsmanöver?

BY: Mein Lieblingsmanöver auf einem Longboard ist ein Hang Ten, weil es einfach ein schönes Manöver ist.

FM: Okay, nun zu meiner letzten Frage: Wie sieht für dich ein perfekter Trip aus?

BY: Gute Frage. Ein perfekter Trip würde für mich auf jeden Fall bedeuten, dass ich abends meine Musik spielen kann, und natürlich richtig schöne Wellen, die ich tagsüber surfen könnte. Am besten mit Freunden. Ja, das hört sich nach der idealen Verbindung an, die ich mir vorstellen kann. Eigentlich ist jeder Trip auf seine Art perfekt. Jetzt, wo ich mit dir gesprochen habe, würde ich super gerne nach Deutschland kommen und in Dänemark mit euch wellenreiten gehen und fremden Leuten meine Musik vorspielen.

Posted: Dezember 28th, 2006 under SURF, BERICHTE.
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Free-Magazin Nr. 29 out now!!!

{GALERIE} Das beste und gröÃ�te Funsportmagazin aller Zeiten: Das Free-Magazin!!!Seit heute ist es draußen! Die neue Ausgabe des Free-Magazins. Und wieder ist die Ausgabe prall gefüllt mir den heißesten Themen rund ums Wellenreiten, Windsurfen und Kitesurfen. Das darfst du nicht verpassen, also ab in den nächsten Surfshop! Wegen der Weihnachtspost kann es allerdings bei dem einen oder anderen Shop/ Abonnenten zu Verzögerungen kommen. Das macht aber nichts, dann musst du in deinem Shop halt zwei Mal was kaufen! Es ist doch schließlich bald Weihnachten! Wir hoffen aber sehr, dass die Mädels und Jungs in gelb das bis spätestens Morgen schaffen, dich mit dem Free-Magazin zu versorgen.

Posted: Dezember 21st, 2006 under NEWS.
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AOT Kona Windsurfing World Championship 2006

{GALERIE} PICT0154.jpgDer erste Kona Worlds( offiziell betitelt als der 1-te Kona International Cup) geht in die Geschichte als extrem erfolgreicher Fall ein, denn mit 61 Teilnehmern aus 11 Nationen und 3 Kontinenten ist er erfolgreicher als so manch anderer Event. Trotz der leichten Windbedingungen, respektierten alle Konkurrenten die „Nicht Pump-Regel“ welches ein Unikat für diese Klasse ist.

Der Event war in vielerlei Hinsicht ein historisches Ereignis, da Windsurfer von 12 bis 62 Jahren und von 41 bis 105 Kilo mitgemacht haben. Vom professionellen PWA-Fahrer bis zum frischen Youngstar, alle waren sie in einer Klasse angetreten. Selbst der erste Windsurfweltmeister von 1973, einige Veteranen der Klasse, der gegenwärtig amtierende Raceboardmeister, ein PWA Wellen-Meister und drei Olympia Teilnehmer fuhren Seite an {GALERIE} PICT0149.jpg{GALERIE} Kona-Freestyle-3.jpgSeite mit den jungen Talenten dieses Events. Es war das erste Kona-One-Design Event und es wurde zu Ehren des siamesischen Königs durchgeführt.

Mehr Infos unter: www.kona-windsurfing.com


Posted: Dezember 12th, 2006 under WINDSURF, NEWS.
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