Archive for Oktober, 2006
Volvo Surf Cup 2006
Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften, dem Volvo Surf Cup auf Sylt, schaffte es Bernd Flessner zum elften Mal, den Meistertitel zu ergattern. Nach fünf actiongeladenen Tagen stand der Titel fest. Bernd hatte zwölf von 14 Rennen gewonnen und ist damit absoluter Rekordhalter. Den zweiten Platz sicherte sich Helge Wilkens vom Steinhuder Meer, der Flessner stets im Nacken saß und schließlich das Abschlussrennen gewann.
Strahlender Sonnenschein und gute Windbedingungen bescherten den Teilnehmern der diesjährigen Deutschen Windsurfing Meisterschaft in Westerland einen traumhaften Auftakttag. Die qualifizierten Fahrer des Volvo Surf Cups 2006 konnten am ersten Tag bereits vier Rennen in der Disziplin Racing absolvieren. Schon am ersten Tag zeigte Bernd Flessner, wer die Hosen anhatte, und gewann souverän alle Rennen des Tages.
Die anderen Teilnehmer ließen sich davon natürlich nicht einschüchtern und attackierten am zweiten Tag den großen Meister von allen Seiten. Aber der Rekordmeister von Norderney siegte erneut mit großem Vorsprung und profitierte dabei von einem taktischen Fehler des Kieler Youngsters Vincent Langer, der nach einem hervorragenden Start auf der zweiten Kreuz Boden verlor. Am Morgen des dritten Wettkampftages wehte der Wind mit zehn bis zwölf Knoten und der Regattaleiter entschied sich erneut für die Disziplin Racing. Das erste Rennen des Tages wurde für die Favoriten der Deutschen Windsurfing Meisterschaften allerdings zum Desaster. Durch einen Massenfrühstart wurden sowohl der Gesamtführende Bernd Flessner als auch seine härtesten Verfolger, Helge Wilkens, Vincent Langer und Fabian Mattes, disqualifiziert. Da dieses Rennen aufgrund der Unterschreitung des Windlimits zweimal abgebrochen werden musste, blieb die Disqualifikation der Favoriten bis zum Nachmittag aufrechterhalten. Beim zweiten Rennen des Tages stellte Flessner die Weltordnung wieder her und platzierte sich auf Platz 1, wo er es sich gemütlich machte und auch für den Rest des Volvo Surf Cups blieb. Am letzten Tag wurde es vor allem in der Entscheidung um Platz 3 noch einmal richtig spannend. Hier lagen der Kieler Vincent Langer und Andy Laufer vom Bodensee in einem engen Zweikampf Kopf an Kopf. Laufer hatte eine längere Wettkampfpause hinter sich und griff zum ersten Mal in dieser Saison wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Dabei feierte er ein grandioses Comeback und wurde für Langer zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten. Erst im letzten Lauf der Regatta fiel die Entscheidung. Mit einem dritten Platz sicherte sich Langer auch in der Gesamtwertung Rang 3 vor seinem Kontrahenten Laufer. Den fünften Platz der Gesamtwertung eroberte mit Fabian Mattes aus Ravensburg ein weiteres Nachwuchstalent. Mattes krönte mit diesem Erfolg seine konstant gute Leistung während der diesjährigen Saison.
Trotz eines absolut gelungenen Events kam es unter den Fahrern häufig zu Unmutsbekundungen hinsichtlich der strikten Auslegung des Reglements. Das nahmen wir zum Anlass, mit Jörg Volenec als Vertreter des Verbandes und Nicolas Wendelken als verantwortlichen Eventorganisator über die Ereignisse zu sprechen. Das Interview führte Alexander für das Free-Magazin.
FM: Als ich auf Sylt zur Deutschen Meisterschaft war, hatte ich das Gefühl, viele Fahrer seien sehr unzufrieden und fühlten sich sehr stark reglementiert. Viele Fahrer vor Ort durften nur in einer Disziplin starten. Wie sinnvoll ist es, anstelle von 40 möglichen Startern nur 25 aufs Wasser zu lassen?
JÖRG: Wir haben ein Regelwerk, nach dem wir fahren. Darin enthalten sind auch Qualifikationsrichtlinien, die den Sport aufwerten. Eine kleine Teilnehmerzahl ist natürlich schlecht. Aber wir sollten nicht das Reglement angreifen, sondern darüber nachdenken, ob es noch andere Möglichkeiten gegeben hätte, mehr Sportler für diese Veranstaltung anzuwerben.
FM: Wie ist die Sicht des Veranstalters?
NIK: Die Sicht des Veranstalters ist eindeutig und wurde so auch kommuniziert. Für uns war es falsch, einen anderen Weg zu beschreiten als in den vielen Jahren zuvor. Dort gab es einen deutschen Windsurfcup auf Sylt mit einer DM-Wertung und der Sieger der Veranstaltung war automatisch Deutscher Meister. Das System hat super funktioniert und auch die Anerkennung des DSV (Deutscher Segler Verband) bekommen. Das ist in meinen Augen die einzig praktikable Regelung für Sylt.
FM: Jörg, du hast gesagt, dass die Reglementierung kein Grund für die geringe Teilnehmeranzahl gewesen sei. Ich kann dir hingegen sagen, dass ich fünf Freunde habe, die alle nicht nach Sylt gekommen sind, als sie hörten, dass selbst ich beim Slalom nicht hätte starten dürfen. Im letzten Jahr habe ich bei den Deutschen Meisterschaften teilgenommen und war begeistert davon, wie einfach und unkompliziert das war. Ihr sagt, die DM soll etwas Besonderes bleiben. Ich fand es gerade gut, dass man einfach mal reinschnuppern, mitmachen und Spaß haben konnte.
JÖRG: Man kann gern darüber diskutieren, ob man das Regelwerk so stehen lässt. Ich habe diese Regeln nicht gemacht, sondern ich führe sie nur aus. Man kann mir nachsagen, dass ich darin zu hart bin. Aber in erster Linie ist es meine Aufgabe, das bestehende Regelwerk anzuwenden und gegebenenfalls zu ergänzen oder zu ändern, sodass es dem Sport zugute kommt. Wir können uns die Teilnehmerlisten der letzten Jahre angucken und werden sehen, dass die Teilnehmerzahl generell abnimmt. Es ist mir zu einfach, wenn man sagt, dass dies die Schuld des Regelwerks sei und man daher ein offenes Regelwerk machen solle. Ich bezweifle stark, dass dies unser Problem lösen würde. Wenn wir über die Landesgrenzen hinweg schauen, müssen wir feststellen, dass mit demselben Regelwerk dort weit mehr Teilnehmer generiert werden als bei uns. Jetzt wird mal ein neuer Weg eingeschlagen und gleich werde ich geschlachtet.
NIK: Ich bezweifle, dass die Regatten im Ausland besser laufen als die in Deutschland. Es gibt kaum eine Regattaserie, die so gut ist wie die deutsche. Bezüglich Sylt kann ich sagen, dass wir noch weit mehr haben als die fünf Leute, die du kennst, Alexander, die gerne mitgefahren wären. Aber da kommen wir zur Ausländerproblematik: Wir haben mindestens sechs Skandinaviern und Schweizern absagen müssen. Sylt hätte das Potential gehabt, die doppelte Starterzahl zu haben.
FM: Ich habe von einem Deutschen, Fabian Mattis, gehört, der Schweizer Vizemeister geworden ist. Warum dürfen keine Schweizer bei uns starten?
NIK: Wir haben auf Sylt schon die unterschiedlichsten Modelle gehabt: Den Euro-Cup, die nationalen Deutschen Meisterschaften, die international offen waren, und wir haben die internationalen Deutschen Meisterschaften gefahren. In diesem Jahr gab es nur eine Zulassung für bestehende DWC-Fahrer.
JÖRG: Hierfür war ich verantwortlich. Viele Fahrer, einschließlich meiner Person, wollten eine nationale Meisterschaft. Man kann sich natürlich streiten, ob das Sinn macht. Es ist jedoch schwer darstellbar, wenn auf einer DM der Erstplatzierte, sollte dies ein Ausländer sein, nicht Deutscher Meister wird, sondern ein deutscher Fahrer auf Platz 3, 4 oder 5. Im Vorwege habe ich mich erkundigt, ob ich die nationale Meisterschaft offen machen muss. Laut der europäischen Organisation ISAF kann jeder dort teilnehmen, wo er will. Beim DSV wurde mir gesagt, dass ich selber entscheiden könne. Jetzt stand ich zwischen beiden Aussagen und entschied mich im Interesse der Fahrer für eine geschlossene DM. Ob das für die Zukunft so bleibt, kann ich noch nicht sagen.
FM: Jörg, warum willst du eigentlich das Regelwerk so streng umsetzen?
JÖRG: Anfang Dezember gab es eine Sitzung beim DSV. Dieser hat uns vom DWSV dorthin zitiert und uns die Leviten gelesen. Man sagte uns, dass man vor allem im Bereich Shortboard nicht mit uns zufrieden sei. Man verlangte von uns, dass wir die Ordnungsvorschriften und Meisterschaftsordnungen einhalten sollen. Es hieß, wir müssten uns zusammenreißen, sonst würde man uns die Meisterschaftswürdigkeit aberkennen und wir hätten dann nur noch eine deutsche Bestenermittlung.
FM: Das kann ich mir kaum vorstellen.
NIK: In der Vergangenheit hat der Vorstand im Sinne der Veranstaltung und der Teilnehmer gehandelt. Jetzt werden gewisse Boards nicht mehr zugelassen und Segelnummern vermessen – das sind alles Dinge, die dem Sport nicht gut tun. Im Moment habe ich das Gefühl, dass der Vorstand zum Teil massiv gegen die Interessen der Windsurfer entscheidet. Viele Entscheidungen haben dazu geführt, dass die Windsurfer sehr unzufrieden sind und der Sport darunter leidet.
FM: Selbst international entsprechen 50 Prozent der Segelnummern nicht den Richtlinien. Im World Cup interessiert das keinen Menschen. Dann ist das einfach mal wieder typisch deutsch, dass wir päpstlicher sind als der Papst?
JÖRG: Ich habe genau das bei der ISAF-Sitzung nachgefragt. Da wurde mir gesagt, dass sie das Thema bis 2009 im Griff haben werden. Die IFCA bestimmt übergeordnet das Regelwerk, das meine „Bibel“, also mein Arbeitswerkzeug ist.
NIK: Das ist interessant, dass du sagst, es sei deine Bibel. Vielleicht sollte man erst einmal gucken, wie international die Dinge tatsächlich gehandhabt werden, bevor man sie zu seiner Bibel macht. Es gibt offensichtlich Unterschiede zwischen der Auslegung und den bestehenden Gepflogenheiten. Wir sind im internationalen Vergleich die Nation mit den korrektesten Segelnummern. Dabei hatten wir in der Vergangenheit beim DWC nie Probleme mit diesem Thema. Wofür das gut sein soll, erschließt sich mir nicht.
JÖRG: Das ist typische Ignoranz. Das ist so, als würde ich sagen, mir passt es nicht, dass mein Auto vorne und hinten ein Nummernschild haben muss.
FM: Also mein Skateboard braucht kein Nummernschild … Außerdem monierten die Fahrer, dass diese Regelung erst zehn Tage vor dem ersten DWC kommuniziert wurde.
JÖRG: Das stimmt nicht. Es gab eine News Anfang des Jahres, es gab zwischendurch E-Mails und vier Wochen vor der ersten Veranstaltung noch eine Mitteilung. Wie viel soll man denn noch informieren? Die Fahrer lesen diese E-Mails oft nicht richtig, weil sie denken, es gäbe nichts Neues und wenn, würde es ja nur pro forma mitgeteilt. Eine Segelnummer dient zur Identifizierung eines Fahrers. Ich finde Nik sehr ignorant, wenn er sagt, dass das die letzten Jahre gut geklappt habe. Es gab diverse Probleme.
NIK: Drei Sätze: Es ist entscheidend, was die Regattaleitung sagt, und diese hat in den vergangenen Jahren keine Probleme gehabt, Fahrer zu identifizieren. Und wenn doch, haben sie denjenigen angesprochen und der hat nachgebessert. Wir reiten hier Paragraphen und das macht den Sport kaputt.
JÖRG: Die Regattaleitung ist für die Durchführung und Umsetzung des Regelwerks verantwortlich.
NIK: Ich stehe seit Jahren am Strand und ich kann mich an keine Situation erinnern, wo ein Fahrer beim DWC nicht zu identifizieren war.
JÖRG: Warum diskutieren wir eigentlich über diesen Part?
FM: Weil es viele Aktive stört und Teilnehmer abschreckt. Ich habe grundsätzlich das Gefühl, dass du durch diese ganzen Reglementierungen den Kreis der Teilnehmer einschränken willst. Wenn du wirklich mal eine nationale Meisterschaft machen möchtest, müsstest du alle Fahrer mitmachen lassen, egal, ob sie sich vorher qualifiziert haben oder ihre Segelnummern TÜV bekommen. Dann würde die Top 10 mal neue Gesichter sehen, denn viele sehr gute Fahrer machen die Meisterschaften gar nicht mit.
JÖRG: Ich bin nicht dafür, das Feld zu begrenzen. Sollte es so sein, dass wir die DM offen machen müssen, werde ich es tun. In der Vergangenheit war nur auch die Zusammenarbeit mit der Choppy Water Agentur, was die Durchsetzung der Regeln angeht, nicht sonderlich einfach.
NIK: Wir als Agentur haben das Interesse, eine schöne Veranstaltung mit möglichst vielen Teilnehmern und Partnern zu organisieren. Das geht nicht, wenn wir nur zehn Teilnehmer auf dem Wasser haben. Die Problematik, die sich dieses Jahr dargestellt hat, ist so, dass wir Gefahr laufen, nur noch eine kleine Gruppe auf dem Wasser zu haben. Das rechtfertigt nicht mehr, einen DWC durchzuführen. Wir sind von daher gezwungen, Maßnahmen einzuleiten und die Problematik zu kommunizieren. In meinen Augen wird den Leuten der Spaß genommen.
JÖRG: Nein, das stellt ihr so da. Eure Unfähigkeit, mehr aus den Events zu machen, nehmt ihr als Grund, die Fehler bei anderen zu suchen. Unzufriedenheit gab es jedes Jahr. Gründe gab es en masse. Ich bin viel mehr an der Front in den letzten fünf Jahren, als ihr beide euch vorstellen könnt. Bei dir, Alexander, stimmt es bestimmt und auch bei Nik ist es so. Du bist zwar ab und zu da, aber nicht so, um die Gänze der Problematik wirklich zu erkennen.
NIK: Du hast mir Ignoranz vorgeworfen. Aber das, was du jetzt vom Stapel lässt, ist echt hart.
JÖRG: Ich bin mehr an der Front, als du glaubst.
NIK: Dann überleg dir mal, wie viele Leute, die dich als Fahrersprecher oder DWSV-Vizepräsident gewählt haben, noch hinter dir stehen. Ich kann nur auf den Punkt bringen, dass du angetreten bist, um dem DWC Recht und Ordnung beizubringen. Oberstes Ziel für dich ist es, dass die Regeln eingehalten werden. Ich mache die Geschichte schon wesentlich länger als du. Ich habe aktiv gewindsurft, da hast du noch gar nicht daran gedacht, und ich weiß ganz genau, dass Paragraphenreiten der Tod für das Windsurfen ist. Man kann sich ernsthaft fragen, was du Gutes für den Sport gemacht hast! Es gab Diskussionen wegen der Segelnummern und wegen der Zulassung der Leute mit den Hifly oder Lorch Boards und es gab eine Aussperrung von Leuten bei den Deutschen Meisterschaften, die es in den Jahren zuvor nicht gegeben hat. Das sind drei Punkte und es gibt mehr. Genutzt hat das keinem. In diesem Jahr bin ich nur mit Problemen konfrontiert worden.
JÖRG: Ich bin als Verbandsfunktionär nicht allein für den Teilnehmerkreis verantwortlich, der zurzeit fährt, sondern ich bin auch für Zukunftsarbeit für diese Sportart zuständig. Ich kann nicht nur den jetzigen Fahrerkreis sehen, sondern muss mich auch um zukünftige Teilnehmer kümmern. Für Probleme der Fahrer haben wir Fahrersprecher. Ich bin vom Verband aus nur für den sportlichen Teil zuständig. Und ich bitte noch mal zu berücksichtigen, dass ich noch kein Jahr im Amt bin. Das Einzige, was ich gemacht habe, ist, die Regeln einigermaßen stringent durchzuziehen.
FM: Und du glaubst, dass es für die Zukunft des Sports besser ist, wenn man die Regeln so durchzieht, wie du es gemacht hast?
JÖRG: Zumindest im Ansatz. Ob es nun alles so bleibt, muss man nach Abschluss der Saison überdenken. Die Erkenntnisse der 2006er Saison nehme ich zum Anlass, um beim DSV das Regelwerk für 2007 zu überarbeiten. Von meinen Vorstandskollegen habe ich bisher positives Feedback bekommen, dass ich bereits viel bewegt habe, was die letzten Jahre versäumt worden sei. Als Beispiele genannt seien die Vereinszugehörigkeit oder die Versicherung.
FM: Nee, Digger, das ist aber kein guter Ansatz für die Fahrer, wenn man bei den Sesselfurzern gut dasteht. Du sagst, du vertrittst den Sport nach außen. Ich sehe das anders. Ich weiß gar nicht mehr, wohin und an wen ich überall Geld überwiesen habe, bevor ich überhaupt an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen durfte. Hätte mir Nik nicht im Vorfeld ständig in den Hintern getreten, hätte ich mich darum niemals gekümmert. Ich finde, du solltest es anstreben, aus der Sicht der Fahrer gut dazustehen! Auch für die neuen, die da kommen. Die Fahrer solltest du an die Hand nehmen und ihnen zeigen, was sie tun müssen. Du musst ihnen zeigen, wie sie möglichst einfach an einer Veranstaltung teilnehmen können, und dafür sorgen, dass es auch tatsächlich einfach ist!
JÖRG: Meine Aufgabe im DWSV ist es, die Plattform für den Sport zu erhalten oder zu schaffen. Ich bin nicht dafür zuständig, die Fahrer an die Hand zu nehmen. Ich bin für den sportlichen Teil zuständig.
FM: Findest du nicht, dass beides zusammengehört?
JÖRG: Das sagt sich so einfach, aber das Interesse der vorhandenen Fahrer und der Fahrer, die neu dazustoßen, ist unterschiedlich.
FM: Was bin ich denn? Ich habe erst einmal an einer Regatta teilgenommen.
JÖRG: Du hast ganz andere Interessen als die permanent vorhandenen Fahrer. Du willst dahin kommen, fahren, Spaß haben, fertig. Das allein wollen aber nicht die ersten 15 bis 20 Fahrer der Rangliste. Es gibt immer eine Hand voll Fahrer von den vorderen Plätzen, die laut schreien, aber dann nichts tun, um etwas zu verbessern. Das aber sind Randgruppen und nicht der gesamte DWC. Wir müssen auch die berücksichtigen, die auf den hinteren Plätzen der Rangliste stehen.
NIK: Was wollen die Fahrer auf den „hinteren Plätzen”? Mir ist gar nicht klar, was da diskutiert werden soll?
JÖRG: Den vorderen Fahrer geht es hauptsächlich darum, dass ihre Außendarstellung und ihre Platzierung sicher gestellt sind. Motivation und Ziele von Fahrern aus den hinteren Reihen sind sehr unterschiedlich.
FM: Noch einmal zurückgreifend auf die DM auf Sylt kann ich als Medienmensch nur noch sagen, dass es für mich natürlich wenig Sinn macht, über eine Veranstaltung zu berichten, bei der 25 Fahrer auf dem Wasser sind. Dann müsste ich ja eher über die Seniorenregatta des Wassersportclubs Wanne-Eikel schreiben, die mehr Teilnehmer hat. Und in meinen Augen ist es halt so: je mehr Regeln, desto weniger Teilnehmer. Deshalb habe ich selber nie einen DWC mitgefahren. Ich wusste ja nicht einmal, woher ich eine Segelnummer bekomme.
JÖRG: Wenn es dir in der Vergangenheit wichtig gewesen wäre, hättest du dich damit auseinander gesetzt.
FM: Ja, stimmt, aber wir wollen doch den Sport pushen. Also muss man die Eintrittsbarrieren für solche Schussel wie mich möglichst gering halten.
NIK: Ohne uns loben zu wollen: Aber Leute wie du haben in den vergangenen Jahren davon profitiert, beim DWC als Rookie fernab jeglicher Vereinsmitgliedschaft starten zu dürfen. Das ist allein auf den Mist von Choppy Water gewachsen. Wir haben gesagt, wir müssen die Eintrittsbarrieren gering halten. Also haben wir alle, die zum ersten Mal teilnehmen wollten, zugelassen. Du bist keiner Materialreglementierung unterworfen. Wenn du merkst, dass dir das Spaß macht und du dich auch im nächsten Jahr mit den anderen matchen willst, musst du Mitglied werden. Das war unser Ansatz.
JÖRG: Ich kenne keine Deutsche Meisterschaft in anderen Sportarten, wo jeder einfach auftauchen und unproblematisch teilnehmen kann.
FM: Aber Windsurfen ist doch auch kein Fußball, sondern Randgruppensport, noch kleiner als Hallenhalma.
JÖRG: Es ist nicht allein das Reglement, was uns vor Probleme stellt. Es gibt einige wenige Fahrer, die immer dann nach dem so gescholtenen Regelbuch greifen, wenn es sie begünstigt, und in anderen Fällen wird es abgelehnt und als Paragraphenreiterei bezeichnet.
FM: Ich meine, die Deutsche Meisterschaft als Aushängeschild für den deutschen Windsurfsport muss größer werden. Da reicht es nicht, dass ein Free-Magazin, eine surf, oder wie auch immer die Pups-Blätter heißen, darüber berichten. So etwas muss in die großen Magazine wie Playboy, FHM oder Maxim oder auch ins Fernsehen! Die Kollegen werden aber nicht darüber berichten, wenn nur 20 Teilnehmer surfen.
JÖRG: Was meinst du, ist der Grund, warum einer dieser Randgruppensurfer bei so einer Veranstaltung teilnehmen will?
FM: Der Grund für meine Teilnahme im letzten Jahr war, dass ich sehen wollte, wie gut die Vögel beim DWC wirklich sind. Die Besten erwarte ich bei einer DM. Und ich wollte gerne in die Top 10 fahren.
JÖRG: Aber jetzt überleg doch mal, welche Motivation ein Fahrer hat, der nicht so gut surft wie du.
FM: Das Flair einer richtig großen Veranstaltung aus Fahrersicht mitzubekommen? Bernd Flessner mal aus der Nähe zu sehen und auf dem Wasser festzustellen, dass er wirklich sauschnell ist? Dass das Sylter Flair ein anderes ist als in Boltenhagen steht doch nicht zur Diskussion, oder?
JÖRG: Und sich wichtig fühlen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich einige gar nicht wiederfinden würden und gar keine Plattform hätten. Die Leute, die in meinen Surfshop in Hamburg kommen, sehen im DWC eine Veranstaltung, für deren Niveau sie zu schlecht sind. Die jetzt schon da sind, kommen, weil sie den Sport geil finden. Sie haben mal geschnuppert und wollen dabei sein. Jemand, der normal surft, braucht eine Plattform, auf der er sich wiederfindet. Beim DWC finden sie sich nicht wieder. Und bei der DM auch nicht. Ich bin ohnehin der Meinung, dass die DM nicht der allerwichtigste Event ist.
FM: Für mich ist es das schon.
JÖRG: Aber das ist nicht das Einzige. Dann könnten wir ja sagen, dass wir alle anderen Events streichen und nur noch die DM machen.
FM: Wir haben da einen unterschiedlichen Ansatz. Ich denke, dass man für die anderen Veranstaltungen mehr Teilnehmer bekommt, wenn man die DM öffnet. Du glaubst, dass man mehr DM-Teilnehmer bekommt, wenn man sie vorher zu den anderen Events schickt. Ich sage dir, alle anderen Events sind unattraktiv. Dass Sylt da nun mal raussticht und alle dahin kommen wollen, ist doch klar. Alleine schon wegen dem Z1 … Mit Norderney verhält sich das aufgrund des fetten Rahmenprogramms ähnlich.
JÖRG: Wir haben viele Fahrer, die wegen der Kosten nicht nach Sylt kommen. Das Revier ist schwierig. Mir geht es um die Frage, was ein Einsteiger bewegen würde, zu uns zu kommen.
NIK: Du fragst, was einen Einsteiger bewegen würde, mitzumachen. Ich glaube, es ist Folgendes: Hinfahren, anmelden, Event-T-Shirt mitnehmen, kostenfreie Verpflegung, gute Regattacrew, gutes Revier, gute Rennen, Spaß haben. Und genau das ist es, was es auf Sylt gegeben hat. Ich hätte viel mehr Windsurfern gewünscht, dass sie davon partizipieren können. Du hast gerade gesagt, dass es den Teilnehmern zu teuer sei, nach Sylt zu kommen. Dieses Jahr war es umgekehrt. Wir hatten Teilnehmer, die sich anmelden wollten, ihr Material und alles mitgebracht hatten und die erst vor Ort erfahren haben, dass sie nur Wave / Freestyle fahren durften, was sie aber vielleicht gar nicht wollten. Um noch kurz auf den DWC zurückzukommen, Alexander, weil du dazu neigst, die anderen Veranstaltungen des DWC unterzubewerten. Wir haben dieses Jahr eine Tour von sieben DWC-Events gehabt – mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Wir haben auf Norderney ein Revier, mit einem der besten Spots Deutschlands, wir haben Veranstaltungen in Dranske auf Rügen, in Warnemünde, auf Fehmarn, in Boltenhagen. Wir haben eine sehr gute Veranstaltung am Steinhuder Meer, die leider dieses Jahr auf Grund von Windmangel ausfallen musste und wir haben eine DM auf Sylt, die neue Maßstäbe auch für den World Cup gesetzt hat. Ich glaube, dass die Teilnehmer das zu würdigen wissen. Weiterhin wird die gesamte DWC-Tour von der DM auf Sylt mitfinanziert, was allen klar sein sollte.
FM: Ich wollte die anderen Spots auch gar nicht schlecht machen. Für mich sticht Sylt heraus. Okay, meine Herren, wir müssen zu einem Ende kommen. Was wünscht ihr euch für die kommende Saison?
NIK: Einfachste Regeln, wenig Bürokratie, einfache Zugangsvoraussetzungen und Spaß.
Jörg: Ich möchte ein größeres Teilnehmerfeld auf dem Wasser sehen.
NIK: Dann befolge meine Regeln!
Jörg: Da werden wir Möglichkeiten schaffen, dass genau das passiert. Es wird nicht dieses Jahr passieren, aber wir werden den Ansatz sehen können. Stichwort wäre dann vielleicht sogar die DM auf Sylt.
Posted: Oktober 31st, 2006 under BERICHTE.
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Posted: Oktober 27th, 2006 under SURF, NEWS.
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Posted: Oktober 26th, 2006 under NEWS.
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“FREE AS A DOG” Kinofilm kostenlos!
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Posted: Oktober 24th, 2006 under SURF, NEWS.
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Matze Larsen im Interview
Es gibt einen gelben T4 in Kiel, auf den sein Besitzer ein DIN A 1 großes Kitebild geklebt hat. OK mag man nun denken, das ist ja noch nichts Verwerfliches. Etwas crazy wird es allerdings wenn man weiß, dass der sympathische junge Mann, der einen von dem Foto anlächelt, der Besitzer selber ist. „Was für ein Freak“, mag da manch einer denken! Aber genau das ist Matthias Larsen: ein Kitefreak!
FM: Sag mal Matze: Du gehörst nicht zur Top 3 der deutschen Kiter, dich kennt kaum jemand – warum mache ich eigentlich dieses Interview mit dir?
ML: Ich hoffe eigentlich schon, dass mich mittlerweile der ein oder andere kennt. Ihr ward so freundlich, mich auf eurem vorletzten Cover abzubilden und im letzten Jahr ist es auch wettkampfmäßig bei mir ganz gut gelaufen. Ich wurde bei den Deutschen Meisterschaften in St. Peter-Ording Dritter. Dieses Jahr hatten wir nicht so viel Glück mit dem Wind. Ich stand zwar noch nicht ganz oben auf dem Treppchen, aber ich versuche, auch über andere Wege Gas zu geben. Vielleicht haben auch Kiter wie Mario Rodwald ein bisschen mehr Talent.
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FM: Wie sieht es international aus. Hättest du im Worldcup-Zirkus eine Chance?
ML: Nicht so richtig. Es ist ziemlich utopisch für mich, dort unter die vorderen Plätze zu kommen. Viele internationale Fahrer sind um die 17 Jahre alt und trainieren – überspitzt gesagt – 365 Tage im Jahr in Cabarete. Wenn man im Freestyle unter die Top 10 fährt, ist man schon sehr sehr gut. Allerdings denke ich, die Surfbewegung im Kiten wird immer größer und da kann ich mir auch vorstellen, in Zukunft Contests international mitzufahren.
FM: Liegt der Erfolg beim Freestyle denn am Alter? So schlechte Trainingsbedingungen hat man auf der Ostsee auch nicht.
ML: Die Jungs fangen gleich mit den schwierigsten Tricks am Anfang ihrer Karriere an. Wir kiten hier zwar auch schon länger, aber Moves wie Big Airs sind für internationales Niveau zu wenig. Die Kids fangen heutzutage direkt mit Wakestyle an.
FM: Warum können keine Kids aus Deutschland mithalten?
ML: Weil sie zu wenige Sponsoren haben, um auch im Ausland unter permanent perfekten Bedingungen trainieren zu können.
FM: Aber wieso denn Ausland? Wir sind hier an der Ostsee – einer meiner Meinung nach perfekten Umgebung!
ML: Die nicht reicht.
FM: Versteh ich nicht. Wir haben hier Wasser und Wind.
ML: Aber nicht die Bedingungen, die man zum perfekten Kiten braucht – möglichst glattes Wasser und konstanten Wind. Die Holländer haben es schon besser. Bei uns ist viel Kabbelwelle, teilweise zu unbeständige Bedingungen. Da ist es viel schwerer und es dauert länger, neue Manöver zu lernen.
FM: Wieso kann Kristin Böse als Frau international mithalten?
ML: Die weibliche Konkurrenz ist nicht so groß. Dazu ist sie supertalentiert und ehrgeizig, trainiert ständig und überall. Mittlerweile hat Kristin einen großen Vorsprung und kann Tricks, die andere nicht können. Solche Klassenunterschiede gibt es bei den Männern nicht. Man spielt sein Programm ab und wenn einer der 20 Moves nicht klappt, ist man raus.
FM: Wie stehst du zum Thema Bow? Fahren national Leute mit Bow Kites bei Wettbewerben?
ML: Ja, rund fünf Prozent fliegen einen Bow. International fliegen eigentlich nur Teamfahrer einer Marke Bow Kites, wenn diese keine normalen Kites mehr im Produktsortiment hat. Ich bin der Meinung, dass Bow-Fahrer generell Punktabzüge bei den Wertungen bekommen sollten. Es ist mit Bows zum Teil einfacher, bestimmte Tricks zu machen. Beim nächsten internationalen Wettkampf sollen diese Punkabzüge wohl auch vorgenommen werden. Die Zukunft der Bow-Kites liegt wie ich finde nicht bei den Contests. Bei Wettbewerben werden weiterhin C-Kites eingesetzt, mit denen man bei Wakestyle-Tricks eine bessere und kraftvollere Performance erreicht.
FM: Du fliegst also C-Kites?
FM: Schon, ja. Ich probiere aber alles aus. Die Produkte ändern sich ziemlich schnell. Ich glaube, viele, die sich in den vergangenen Monaten einen Bow-Kite gekauft haben, wünschen sich, sie hätten besser noch eine Saison gewartet. Gerade bei den Bars liegt viel Entwicklungspotential, vor allem auch hinsichtlich des Safety-Themas. Da befinden sich manche Bows noch in der Steinzeit, was ich unverantwortlich finde. Für die kommende Saison kommen vielversprechende Produkte auf den Markt. Klar, dass ich als Slingshot-Teamfahrer nichts Schlechtes über einen Schirm „meiner“ Marke sagen würde, aber wie immer empfehle ich, neue Produkte selbst zu testen. Der neue Schirm, der Slingshot Link, hat die guten Eigenschaften von Bows und C-Kites vereint. Er verhält sich beim Depowern wie ein Bow, hat aber ein besseres Bar-Gefühl durch eine normale Fünf-Leiner-Bar mit getrennt laufender, fünfter Leine. Gleichzeitig fliegt er sich sehr direkt wie ein C-Kite. Wer auf die typischen Bow-Eigenschaften setzt, kann den Link auch als Vierleiner mit Waage fliegen. Persönlich mag ich das erst angesprochene Setup lieber. Damit fliegt sich der Kite deutlich direkter. Generell finde ich diese Variationsmöglichkeit sehr cool. Meinen eigentlichen Kite, den Fuel, kannst du ebenfalls über die unterschiedlichen Anknüpfpunkte verstellen und in seinen Eigenschaften variieren. Leider ändern nur wenige das Setup und merken nicht, dass sie den Kite besser an ihre Bedürfnisse anpassen und ihn auch über mehrere Windstärken fliegen könnten …
FM: … was ein großer Vorteil der Bow Kites sein soll. Ich finde es unverantwortlich zu erzählen, dass man mit einem Schirm unendlich viele Windstärken fliegen kann. Das gibt ein falsches Sicherheitsgefühl, was in meinen Augen gefährlich sein kann, denn überpowert einen zu großen Kite zu fliegen, finde ich scheiße. Die Quadratmeterzahl am Himmel bleibt schließlich gleich, egal wie viel Windstärken du hast. Beim Windsurfen brauchst du theoretisch auch nur ein Segel, nur Spaß bringt das dann keinen mehr.
ML: Genau das ist der Punkt. Das komfortable Fahren bleibt auf der Strecke. Im Grunde braucht man zwei bis drei Kites. Ein Bow Kite hat zwar mehr Depower, aber der Fahrspaß geht flöten. „One size fits all“ dem Kunden zu verkaufen, ist Quatsch und gefährlich.
FM: Ich finde, das wird auch falsch kommuniziert. Ein 12er bleibt ein 12er, auch wenn die anderen 8 fahren.
ML: Ja, der 12er zieht dich ordentlich weg, wenn du Scheiße baust. Ich wundere mich sowieso, dass nicht mehr Unfälle passieren. Ich weiß auch gar nicht, wo diese ganzen Bow Kites verkauft werden. Wahrscheinlich kaufen sie die Binnenkiter, die bei böigem Wind kiten gehen und von daher einen Schirm brauchen, der Druck macht und schneller dreht. In Kapstadt ist der Boom extrem und ich hätte diesen Hype auch in Deutschland erwartet. In Südafrika waren zum Teil 70 Prozent Bows an den Stränden, was an den heftigen und sehr unterschiedlichen Bedingungen liegt. Aber irgendwie hält sich das in Deutschland in Grenzen. Ich habe fast schon wieder das Gefühl, dass der erste große Begeisterungsansturm auf die Bow Kites vorbei ist. Aber es wird weiter in diese Richtung gehen, einen großen Depowerbereich abzudecken und den Schirm dennoch komfortabel zu fliegen – der größte Anspruch eines Kiters. Trotzdem muss die Bar ein gewisses Bar-Gefühl vermitteln.
FM: Ich höre immer, dass Bow Kites sich zum Schulen eignen …
ML: Ich gebe seit fünf Jahren Unterricht, aber ich schule nicht auf Bow Kites, da meines Erachtens bei einigen Marken die Sicherheit nicht gegeben ist: Viele Bows können nicht über eine Safetyleash drucklos auswehen und ein Kite ohne vernünftige Safety Leash ist wie ein Auto ohne Anschnallgurt.
FM: Sag mal, so richtig arbeiten tust du aber nicht …
ML: Ich muss mich ja auch schonen, damit ich auf dem Wasser gute Leistungen zeige! Spaß beiseite. Stell dich mal zwei Tage nacheinander in hüfthohes Wasser und lauf herum. Dann merkst du, dass auch der Job des Kitelehrers anstrengend sein kann. Außerdem studiere ich Sport und Ernährungswissenschaften, zumindest im Sommer. Da ich in den letzten drei Jahren im Winter immer weg war, komme ich nicht so richtig voran. Vielleicht schaffe ich doch noch meinen Abschluss.
FM: Du bist der Grund, warum Studiengebühren eingeführt werden!
ML: Was, wieso? Ich bin jetzt im achten Semester, das ist doch noch völlig in Ordnung. Ich denke, noch vier weitere Semester und ich bin durch.
FM: Man munkelt, du wirst Germany’s Next Top-Model!
ML: Schön wärs! Wenn ich im Winter in Kapstadt bin, läuft mein Model-Job tatsächlich ganz gut. In Deutschland muss man sehen, was noch geht. In Hamburg habe ich jetzt eine Agentur, die mich professionell vermarkten soll.
FM: Das heißt, Fastfood und Saufen ist nicht?
ML: Doch.
FM: Hast du Bulimie?
ML: Nein, das nicht. Ich trinke gerne mal einen Havanna. Noch passiert da mit meinem Körper zum Glück nichts.
FM: Mit 30 macht es klick, das kann ich dir versprechen…
ML: Beim Kiten verbrennt man wirklich viel Fett, da kann ich also auch weiter ab und zu einen trinken gehen. Außerdem hilft Alkohol, das Gehirn auszuschalten, wenn man neue Tricks lernt.
FM: Also bist du grundsätzlich besoffen beim Kiten?!
ML: Nein! Aber manchen Fahrern hilft es schon, wenn sie abends feiern waren. Ein französischer Top-Fahrer macht es zum Beispiel so: Er feiert viel, um am nächsten Tag auf dem Wasser möglichst „gehirnlos“ zu sein.
FM: Sonderlich beruhigend finde ich das nicht.
ML: Das ist etwas übertrieben dargestellt! Kein Top-Fahrer würde andere Menschen gefährden! Und solange man nur sich selbst schadet, ist es jedem selbst überlassen. Wenn man in seiner Sportart weiterkommen möchte, muss man auch Risiken eingehen. Das ist bei allem so!
Posted: Oktober 24th, 2006 under KITE, BERICHTE.
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hanseboot 2006
Ab dem 28. Oktober wird die ganze Wassersportwelt wieder ein Auge auf Hamburg werfen. Tausende Wassersportbegeisterte werden in die Hansestadt einfallen, denn die hanseboot wird wieder einmal zum Mekka der Szene. Das bedeutet für uns viel Arbeit und für dich, dass die überaus erfolgreiche Kooperation des Free-Magazins mit der hanseboot in die dritte Runde geht. Natürlich haben wir auch dieses Jahr wieder einen großen Teil der Halle 7 für die derzeit angesagtesten Wassersportarten gebucht. Egal ob Wellenreiter, Windsurfer oder Kitesurfer – wir haben sie alle am Start. Das bedeutet für dich, dass die Top-19-Brands auf rund 1.500 Quadratmeter Fläche ihr Equipment für die kommende Saison 2007 präsentieren. Dieses Jahr mit dabei sind: Airush, Angulo, BIC, Exocet, Fanatic Kiteboarding, Fanatic Windsurfing, Flysurfer, Gaastra, Gun Sails, Hifly, Hot Sails Maui, Mistral, North Kiteboarding, Sailloft, Severne, Slingshot, Starboard, Tabou, The Loft.
So kannst du dich schnell und übersichtlich über die neuesten Material-, Technik- und Farbtrends informieren. Wer wissen will, was es im nächsten Sommer auf den Meeren zu sehen gibt, kommt an einem Besuch nicht vorbei. Die hanseboot ist vom 28. Oktober bis 5. November 2006 täglich von 10 bis 18 Uhr, mittwochs sogar bis 20 Uhr geöffnet. Kleiner Tipp von uns: Haltet Ausschau nach den Free-Magazin-hanseboot-Flyern – damit erhaltet ihr ermäßigten Eintritt.
Zusätzlich lädt die hanseboot-FREE-Beach-Lounge in entspannter Atmosphäre zum Verweilen ein. Auf einer großen Bühne präsentieren wir stündlich sensationelle Gewinnspiele, fesselnde Interviews, topaktuelle Produktvorstellungen und Insider-Storys, bei denen sogar der sonst friedfertige Zidane ausrasten würde. Dazu einen leckeren Cocktail oder ein kühles Bierchen und man vergisst schnell, dass man sich eigentlich in einer Messehalle inmitten von Hamburg befindet.
Am Mittwoch gibt es ein musikalisches Highlight. Zwei Chartstürmer rocken die hanseboot und das „for FREE“! Ab 17:30 Uhr werden Asher Lane, die gerade mit „New Days“ aus dem aktuellen Nivea-TV-Spot ihren ersten Top-Hit haben, das Publikum mit Rocksongs erster Güteklasse versorgen. Um 18:45 Uhr betritt Senkrechtstarter Pohlmann das Podest, zu dem man nicht mehr viel sagen muss. Wenn er auf der Bühne steht, die ersten Akkorde auf seiner Akustikgitarre anschlägt und die ersten Zeilen singt, dauert es nicht lange, bis er die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums hat.
Für alle, die an den beiden Sonntagen den Weg in die Messehallen finden, lohnt sich der Weg gleich doppelt, denn um 16 Uhr gibt es zusätzlich eine exklusive Vorstellung von „Free as a dog“, dem Wellenreitfilm von Surffilmlegende Jack McCoy, der weltweit in den Kinos zu sehen war.
Absoluter Pflichttermin für alle partybegeisterten Funsportler. Europas größtes Funsportmagazin verwandelt mit seinen legendären Surfer-Partys die exklusive Hamburger Minibar an zwei Abenden in einen brodelnden Hexenkessel. Im Rahmen der hanseboot-Messe feierst du hautnah mit den besten Wellenreitern, Windsurfern und Kitesurfern – ein unbeschreibliches Partyvolk!
Am 28.10. sorgen DJ Sucht und Dedl Mack für beste musikalische Unterhaltung. DVD-Präsentation und Diashows erlauben atemberaubende Einblicke in die Wassersportszene. Außerdem hat das Free-Magazin noch eine Überraschung für jeden der Partygäste. Die Party schlechthin steigt dann am 04.11., wenn DJ Coolmann von 5 Sterne Deluxe die Minibar in die wohl angesagteste Partylocation in Hamburg verwandeln wird. Feierfreudige sollten sich also auf eine ganz lange Nacht einstellen.
Wo? Reeperbahn / Ecke Große Freiheit! Die korrekte Adresse lautet Große Greiheit 2. Beginn der Parties jeweils um 22 Uhr - open end. Eintritt 6 € weitere Infos unter www.mybigmini.de
Posted: Oktober 23rd, 2006 under EVENT-BERICHTE, NEWS.
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Windsurfen und Segeln auf dem Roten Meer
Windsurfing-kiel.de bieten im nächsten Jahr einen klasse Windsurftrip auf einem Katamaran ins Rote Meer an. Das wird der Windsurf-Trip 2007! Vom 24. Februar bis 03. März haben neun Windsurfer die Möglichkeit auf einem 14 Meter langen Katamaran inklusive eigenem Freestyle-Trainer auf dem Roten Meer zu windsurfen. Abgelegt wird in El Gouna (Infos unter www.el-gouna.de). Dann ist die Crew immer für ca. 2-3 Tage auf dem Wasser. Dort wird mitten im Meer an Riffen fest gemacht, gewindsurft und übernachtet. Falls mal kein Wind zum Windsurfen sein sollte, kannst du mit Delphinen schwimmen, angeln gehen oder du machst dir einfach einen Cocktail und legst dich ins Netz vom Katamaran.
Der Katamaran bietet Platz für 10 Personen. Der Stauraum für das Windsurfmaterial ist natürlich begrenzt. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit ein Board und drei Segel mitzunehmen. Weitere Informationen zum Windsurf-Trip gibt es auf www.windsurfing-kiel.de oder unter team@windsurfing-kiel.de.
Posted: Oktober 19th, 2006 under WINDSURF, NEWS.
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Die PWA-Aloha Classics 2006 präsentiert von JP Australia
Die PWA ist erfreut, die letzte Wave Veranstaltung des Jahres, die 21. Aloha Classic, in Zusammenarbeit mit JP Australia im Mekka des Windsurfens, im Ho’okipa Beach Park auf Maui, anzukündigen. Vom 6. bis 17. November kommen die besten Wellenwindsurfer der Welt in Hawaii zusammen, um für ein letztes Mal in diesem Jahr um den PWA Weltmeister Wave Titel zu kämpfen. Die Aloha Classic Amateur Wettkämpfe finden vom 6.-10. November statt und gleichzeitig gibt es auch
Wettbewerbe in den Klassen Menehune (Frauen), Junioren und Grand Master. Die Wettkämpfe der Profis folgen vom 10. bis 17.11.06. Heute betonte JP Brand Manager, Martin Brandner, mit Begeisterung: “Unser Slogan THE RIGHT STUFF FOR RADICAL ACTION passt perfekt zum
Image von Ho’okipa, als einer der radikalsten Wave Spots auf diesem Planeten. Wir sind sehr Stolz darauf, dass wir dieses Event endlich realisieren konnten. Wir freuen uns schon sehr darauf, die besten und radikalsten Wave Fahrer bei dieser Veranstaltung beobachten zu können.“
Der PWA Tour Manager, Rich Page, berichtet freudig, “Die Aloha Classic gehörte schon in den frühen Anfangstagen dieses Sports zu den wichtigsten Veranstaltungen. Traditionell war dieses Event schon immer der Abschluss der Wettkampfsaison und wir freuen und sehr, dass in diesem Jahr die Welt Tour wieder an diesem ehrenwerten Austragungsort endet. Wir sind der Windsurfindustrie für ihre fortlaufende Unterstützung sehr dankbar und besonderer Dank gilt natürlich JP Australia für die Unterstützung bei den Aloha Classics.“
Der Event Direktor, Marc Lefebvre, von der Maui Windsurfing Association heißt die PWA, JP Australia und die weltbesten Windsurfer der Welt auf Maui willkommen. Diese aufregenden Neuigkeiten krönen das 21-jährige Jubiläum der Aloha Classics 2006 auf besondere Art, denn die erfolgreiche Aloha-Style Amateurmeisterschaft mit den sehr populären Damen (Menehune), Junioren und Grand Master Wettbewerben, werden jetzt mit dem atemberaubenden Wettkampf der besten Athleten der World Pro Tour kombiniert. „Es gibt wohl kaum einen besseren Platz als Maui, um die Champions zu krönen“, sagt Lefebvre.
“Die Aloha Classics gehört zu den angesehensten und bekanntesten Veranstaltungen im Windsurfsport. Es freut mich sehr, dass die Endveranstaltung der PWA World Tour 2006 wieder in Ho’okipa stattfindet. Vielen Dank an JP Austalia und alle anderen Mitglieder der Windsurfindustrie für ihre fortdauernde Unterstützung.“ sagt PWA Präsident, Jimmy Diaz.
Weiter Informationen gibt’s auf www.pwaworldtour.com.
Posted: Oktober 18th, 2006 under WINDSURF, NEWS, EVENT-KALENDER.
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Rip Curl Ultimate E-Bomb Easy Entry
Alles easy! Der neue Rip Curl Ultimate E-Bomb lässt dich jetzt ganz einfach ein- und aussteigen. Durch das neue Easy-Entry-System kommt man superleicht in den Anzug, muss aber trotzdem nicht auf die Abdichtung eines zipperless Wetsuits verzichten. Der Anzug besteht aus 100 Prozent superelastischem Elastomax-2-Neopren; die Nähte sind mit Aquaban Liquid Tape versiegelt, sodass es Passgenauigkeit und Tragekomfort frei Haus gibt. Den Rip Curl Ultimate E-Bomb Easy Entry gibt es in den Dicken 5/3, 4/3 und 3/2 mm. www.ripcurl.com
Posted: Oktober 18th, 2006 under SURF, NEWS.
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Alpinestars Crest Belt
Deine Schnalle sieht scheiße aus? Macht nichts! Sofern nicht deine Freundin gemeint ist, hat Alpinestars eine neue für dich und dabei ist auch schon gleich ein Gürtel. NEIN! Nicht zum Peitschen! Ein Gürtel wird meistens zum Befestigen einer Hose genutzt! Der Alpinestars Crest Belt hält aber nicht nur deine Hose, sondern sieht auch nach was aus! Auf in den nächsten Shop deiner Wahl! Mehr Informationen zu dem Klasse A Stars Label findest du unter www.alpinestars.com
Posted: Oktober 18th, 2006 under NEWS.
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